Neues Beben beim WWE-Rivalen

Martin Hoffmann
Jeff Jarrett war bislang Kreativchef bei Impact Wrestling

Mit neuem Namen wollte die einstige Nummer 2 der US-Wrestling-Ligen neu angreifen - nun bleibt stattdessen nach einem neuen Zerwürfnis alles beim Alten. Impact Wrestling, das frühere TNA, wird nun doch nicht mit Global Force Wrestling fusionieren und dessen Namen annehmen.

Es ist die Konsequenz des endgültigen Abgangs von Ligagründer Jeff Jarrett - und das Ende der Geschäftsbeziehungen zu Global Sports Entertainment, dem Unternehmen hinter Jarretts Liga GFW. Impact und GFW sollten sich eigentlich zusammenschließen, Impact hatte das bereits öffentlich verkündet, aber noch nicht vollzogen.

Neue Vorwürfe gegen Jeff Jarrett

Dem früheren WWE-Star, in diesem Jahr als neuer, alter starker Mann der Liga installiert,  war im vergangenen Monat eine Auszeit wegen "persönlicher Probleme" verordnet worden. Diese Woche verkündete Impact die endgültige Trennung via Twitter.


Damals gab es Berichte, dass Jarrett sich bei einem Gastauftritt der Impact-Wrestler in Mexiko in untragbarem Zustand präsentiert hätte.

Vor kurzem sind neue, ähnlich geartete Vorwürfe aufgetaucht. Ein kanadischer Promoter, der den 50-Jährigen engagiert hatte, warf Jarrett unter anderem vor, unter Alkoholeinfluss aufgetreten und in der Umkleidekabine ohnmächtig geworden zu sein.

Letzteres bestritt Jarrett auf Nachfrage des Pro Wrestling Sheet und nannte den Promoter einen "Amateur".

Geldnot? Impact wehrt sich

Ob der erneute Trubel um Grund für das Aus ist, ist nicht bekannt. Jarrett trat aber jedenfalls sofort gegen den Ex-Arbeitgeber nach.

"Anthem ist das Geld ausgegangen", behauptete Jarrett auf Nachfrage des Portals WrestleZone über die Firma, die Impact in diesem Jahr gekauft hatte - und bekräftigte damit einen entsprechenden Bericht von Sports Illustrated aus dem vergangenen Monat. Die Liga antwortete, dies sei "nicht korrekt" und verwies auf ihre kommende Kanada-Tour und "viele weitere" kommende Projekte.


Die 2002 als NWA TNA gegründete Liga hatte Stars wie AJ Styles, Samoa Joe und Bobby Roode groß herausgebracht, sie war auch zwischenzeitlich Heimatliga für Legenden wie Hulk Hogan, Sting, Kurt Angle und die Hardy Boyz. In den vergangenen Jahren bestimmten allerdings finanzielle Probleme sowie öffentliche und interne Streitigkeiten das Bild.

Anthem und Jarrett waren eigentlich angetreten, diese Zeiten hinter sich zu lassen.