Neuer winkt schon wieder Rekord

VfL Wolfsburg – Borussia Dortmund (Dienstag, 18.30 Uhr)

Die Wölfe warten seit 14 Spielen auf einen Sieg gegen den BVB, zuletzt gab es sogar acht Niederlagen. In Wolfsburg gewann Borussia siebenmal in Folge (Vereinsrekord für ein Duell) und insgesamt 14-mal bei 25 Gastspielen.

Beide sind in Form: Der VfL ist seit sieben Pflichtspielen ungeschlagen, der BVB seit sechs. VfL-Trainer Niko Kovac verlor noch kein Heimspiel gegen Dortmund (3-1-0). Gibt es keinen Sieger, käme der Gast auf sein 250. Auswärtsremis in der Bundesliga.

FC Bayern München – Werder Bremen (Dienstag, 20.30 Uhr)

Die Bayern haben seit 29 Pflichtspielen gegen Werder nicht verloren, zuletzt im September 2008 noch unter Jürgen Klinsmann (2:5 in München).

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Sollten Manuel Neuer und Thomas Müller auflaufen, dürfte das so bleiben. Sie sind Bremens Albtraumduo: Keiner schlug sie im Oberhaus öfter als Neuer (21 Mal), der nun den gerade gegen Hertha aufgestellten Rekord (22 Siege) eines Spielers gegen einen Verein einstellen kann.

Müller blieb länger als jeder andere stets ungeschlagen gegen Werder (20-3-0). Auch Trainer Nagelsmann winkt ein Rekord: Wie zum Start der vergangenen Saison kann er den neunten Pflichtsieg in Folge einfahren. Doch Vorsicht, Bayern: keiner verlor weniger Auswärtsspiele als Werder (eins). (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

VfL Bochum – Borussia Mönchengladbach (Dienstag, 20.30 Uhr)

Im Vorjahr gewann die Borussia beide Duelle, davor 15 Mal (!) nicht. In Bochum ist die Bilanz folglich klar pro VfL: 13-13-7. Bochum punktete diese Saison nur zuhause und bliebe auch bei einem Sieg auf einem Abstiegsplatz.

Verliert der VfL, wäre der Fehlstartrekord von 1992/93 (umgerechnet acht Punkte) nach 14 Spielen gebrochen. Bochums Hoffnung: Borussia hat unter Daniel Farke immer noch kein Auswärtsspiel gewonnen, allerdings die meisten Unentschieden (vier) in fremden Stadien.

VfB Stuttgart – Hertha BSC (Dienstag, 20.30 Uhr)

Am 22. Februar 2014 gewann die Hertha letztmals beim VfB (2:1), danach gab es drei Niederlagen und drei Remis. Die Bilanz in Stuttgart spricht klar für den VfB (19-11-5), der zudem unter seinem neuen Trainer Michael Wimmer alle drei Pflichtspiele zuhause gewann. Nun will er endlich seine Heim-Gegentorserie, die 28 Spiele währt und Bundesligarekord ist, beenden.

Die Hertha verlor vier ihrer sechs Auswärtsspiele und hatte seit der Abstiegssaison 2009/10 nicht mehr so wenige Punkte. Ihr Trainer Sandro Schwarz gewann (mit Mainz) drei seiner vier Spiele gegen den VfB. Vor dem Duell der punktgleichen Kellerkinder (16. gegen 15.) wissen beide: Der Verlierer landet nach diesem Spieltag auf dem Relegationsplatz.

1. FC Köln – Bayer Leverkusen (Mittwoch, 18.30 Uhr)

Das rheinische Derby steht unter ungewohnt tristen Vorzeichen. Die Kölner zahlen allmählich Tribut für die ungewohnte Doppelbelastung und sind nach drei sieglosen Spielen tabellarisch auf dem Saisontiefpunkt angekommen (12.). Leverkusen steht trotz des höchsten Saisonsiegs (5:0 gegen Union) noch zwei Plätze schlechter.

Im Vorjahr blieb der FC ungeschlagen, zuhause gab es ein 2:2 und in den letzten 16 Derbys in Köln nur drei Heimsiege - übrigens alle mit 2:0. Ominös: Seit 2001/02 hat Köln an einem 14. Spieltag nicht mehr gewonnen.

Bayer verlor seine letzten drei Auswärtsspiele, mehr gab es zuletzt vor zwölfeinhalb Jahren unter Jupp Heynckes. In diesem Punkt möchte Xabi Alonso ihm wohl nicht ebenbürtig sein. Ein Unentschieden wäre für beide eine runde Sache: das 200. Heimremis für Köln und das 400. Remis für Leverkusen in der Bundesliga.

Eintracht Frankfurt – TSG Hoffenheim (Mittwoch, 20.30 Uhr)

Die Vorzeichen stehen rein statistisch auf Unentschieden. Die Duellbilanz (9-8-9) ist ebenso ausgeglichen wie die Heimbilanz der Eintracht (3-1-3) und die Auswärtsbilanz der TSG (2-2-2) in dieser Saison. Und zuletzt im April gab‘s ein 2:2.

Der Eintracht wird ein Punkt aber zu wenig sein, kann sie doch nur im Siegfall zum zweiten Mal in der Saison auf einen Champions-League-Platz klettern. Der TSG, die auswärts die wenigsten Gegentore hat, droht nach drei sieglosen Spielen der Sturz in die untere Tabellenhälfte. In Frankfurt gewann sie zuletzt vor sechs Jahren und ihr Trainer noch nie - Breitenreiter holte aus vier Gastspielen am Main nur einen Punkt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

FC Schalke 04 – FSV Mainz 05 (Mittwoch, 20.30 Uhr)

Wenn Schalke ein Gegner aus der größten Not helfen kann, dann Mainz. Die Rheinhessen schafften in 16 Gastspielen nur einen Sieg auf Schalke, vor über elf Jahren (Mai 2011/3:1). Vor dem 0:0 in der Abstiegssaison 2020/21 gab es sechs Schalker Heimsiege in Folge. Reißt jetzt die längste Niederlagenserie der Schalker Bundesligazeit (sieben Spiele)?

Würde auch Trainer Thomas Reis freuen, der ansonsten sein zehntes Spiel in Folge verlöre und Platz drei im Ranking der Serien-Loser einnähme. Dumm nur, dass Mainz so auswärtsstark wie zuletzt 2010/11 ist (4-0-3 in dieser Saison) und die letzten beiden Spiele gegen Aufsteiger gewann.

Union Berlin – FC Augsburg (Mittwoch, 20.30 Uhr)

Im Vorjahr blieb Union sieg- und torlos gegen den FCA, zuhause gab es ein 0:0. In Berlin ist die Bilanz ausgeglichen (1-1-1), Union gewann nur das erste Spiel im Januar 2020 (2:0).

Der entthronte Tabellenführer hat immer noch mit Freiburg und Leipzig die meisten Heimpunkte und in der Alten Försterei seit zwölf Spielen nicht verlorenen. Zuletzt gab es drei Heimsiege, nun kann der Vereinsrekord von Dezember 2019 eingestellt werden.

Zumal Augsburg seit fünf Spielen sieglos ist, mehr gab es zuletzt im Mai 2020 (sechs). Es ist auch die letzte Chance des FCA, in diesem Kalenderjahr auswärts unentschieden zu spielen - wie zuletzt im Dezember 2021 in Fürth (0:0). (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

RB Leipzig – SC Freiburg (Mittwoch, 20.30 Uhr)

Im Duell zweier formstarker Teams trifft der Erste der Heimtabelle auf den Zweiten der Auswärtstabelle. Leipzig ist seit elf Pflichtspielen ungeschlagen, davon sechs in der Liga. Der SCF spielt seine beste Bundesligasaison (2. Platz), verlor nur zwei seiner 21 Pflichtspiele - gegen Bayern und Dortmund.

Freiburg (2. Platz) ist das, was RB sein will - erster Bayern-Jäger. Im Vorjahr gab es zwei 1:1-Resultate, seit fünf Duellen ist RB ungeschlagen - und in Leipzig seit dem RB-Aufstieg immer (4-2-0). RB-Coach Marco Rose gewann bisher jedes seiner drei Heimspiele gegen Freiburg. Schön: Dieses Duell garantiert zwei Tore pro Spiel.

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