Neuer Vorschlag: Ein bisschen schließen - Der Kompromissvorschlag für Tegel

Das Terminal C am Flughafen Tegel

Bisher stehen sich zwei Positionen unversöhnlich gegenüber vor dem Volksentscheid am 24. September: Die einen wollen den Flughafen Tegel nach einer Eröffnung des BER offenhalten. Die anderen dringen darauf, den alten Berliner Flughafen wie lange verabredet zu schließen. Jetzt bringt der angesehene Flughafenplaner Dieter Faulenbach da Costa einen Kompromiss ins Gespräch.

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Dieter Faulenbach da Costa dpa Picture-Alliance / Ralf Hirschberger / picture alliance / Ralf Hirschbe

Ziel ist es, die absehbaren Kapazitätsprobleme des BER für eine Übergangszeit durch weiteren Flugbetrieb in Tegel zu lösen und gleichzeitig mit den vom Senat seit Jahren geplanten Nachnutzungen auf dem Flughafengelände im Berliner Norden zu beginnen. "Es geht um pragmatische Lösungen der offensichtlichen Probleme", sagte Faulenbach der Morgenpost.

Für den Planer ist es sicher, dass der BER mit seiner Eröffnung zu klein sein dürfte, um die für 2020 offiziell prognostizierten mehr als 37 Millionen Passagiere abzufertigen. Die Servicequalität werde in jedem Fall schlecht sein und schon kleinste Unregelmäßigkeiten könnten den Betrieb lahmlegen. Deshalb möchte Faulenbach vorübergehend Tegel weiter nutzen, um am BER Zeit zum Ausbau zu gewinnen.

Der Experte möchte sich aber nicht von den Tegel-Fans vereinnahmen lassen. Er sei gegen Flughäfen mitten in Städten, so Faulenbach: "Ich halte nichts davon, Tegel dauerhaft offen zu lassen." Dennoch benötige man dort Kapazitäten im Umfang von zehn Millionen Passagieren pro Jahr, um mit den verbleibenden 27 Millionen Fluggästen am BER und im Schönefelder Terminal SXF zurechtzukom...

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