Neuer Termin oder Absage? Singapur in "offenem Dialog" mit der Formel 1

Adam Cooper

Die Organisatoren des Großen Preises von Singapur betonen, man führe mit der Formel 1 "einen offenen Dialog" über den Platz des Rennens im Kalender 2020. In dieser Woche wurde über einen neuen Kalenderentwurf berichtet, bei dem das Singapur-Rennen fehlt. Eigentlich hätte der Grand Prix am 20. September stattfinden sollen.

An diesem Datum soll nun allerdings das Rennen in Baku nachgeholt werden. Offiziell haben bislang jedoch weder Singapur noch die Formel 1 bestätigt, dass der Grand Prix nicht stattfinden wird. Die Aufbauarbeiten für das Rennen in den Straßen von Singapur müssten spätestens Ende Juni beginnen, um den September-Termin einzuhalten.

Theoretisch könnte der Grand Prix auch um eine, zwei oder drei Wochen verschoben werden, und so als Ersatz für Russland, China oder Japan einspringen, wenn dort nicht gefahren werden kann. Allerdings gilt ein neuer Termin als unwahrscheinlich, weshalb mehrere Teams davon ausgehen, dass das Rennen nicht stattfinden wird.

Die Organisatoren betonen, dass man sich weiter in Gesprächen befinde. Entscheidend seien allerdings die Vorgaben der Regierung und eine ausreichende Vorlaufzeit für den Aufbau der Strecke. Ein Sprecher erklärt gegenüber 'motorsport.com', dass man sich in einem "offenen Dialog" mit Formel 1, Regierung und Partnern befinde.

Aktuell gebe es "verschiedene Möglichkeiten" für den Grand Prix. Im Hinblick auf den Aufbau der Strecke heißt es: "Die Arbeiten erfordern in der Regel drei Monate Vorlaufzeit. Das wird davon abhängen, ob solche Aktivitäten unter den aktuellen Regeln der Regierung möglich sind." Man werde die Entwicklung daher weiterhin beobachten.

"Unsere oberste Priorität ist die Gesundheit und Sicherheit unserer Fans, Mitarbeiter, Freiwilligen und allen Singapurern", betont man. Ein Geisterrennen ohne Zuschauer kommt für die Organisatoren übrigens nicht infrage.

Mit Bildmaterial von LAT.