Neuer Rekord: 2022 mehr als 100 Tonnen Kokain in Antwerpen beschlagnahmt

Die Drogenkriminalität in den größten europäischen Häfen bleibt ein schweres Problem.

Das unterstreicht der Jahresbericht über die beschlagnahmte Menge der populärsten harten Droge, Kokain, in den Häfen Antwerpen und Rotterdam.

Die belgischen und niederländischen Behörden haben dazu am Dienstag erstmals eine gemeinsame Bilanz vorgelegt.

Und die offenbart für Antwerpen einen erschreckenden Rekord. Zum ersten Mal wurde hier die einhundert-Tonnen Marke überschritten, undzwar deutlich. In Antwerpen mit 109,5 Tonnen zwanzig Tonnen mehr als im Vorjahr beschlagnahmt.

In Rotterdam, dem größten Hafen Europas, dagegen zeigten laut der niederländischen Staatsanwaltschaft verschärfte Sicherheitsmaßnahmen Erfolge: Hier wurde mit 52,5 Tonnen gegenüber 70 im Vorjahr deutlich weniger Kokain sichergestellt.

Der Verkaufswert betrage noch immer «schwindelerregende 3,5 Milliarden Euro», so die Behörde.

Im kleinen Hafen von Vlissingen im Südwesten der Niederlande beschlagnahmten die Fahnder dagegen mit rund vier Tonnen Kokain fast doppelt so viel wie im Vorjahr.

Rotterdam, Antwerpen und nahegelege Städte verzeichneten im vergangenen Jahr auch einen starken Anstieg von Gewaltdelikten und Geldwäsche durch den Kokainhandel.

In Belgien hatte bereits im vergangenen Jahr hatte die große Menge sichergestellten Kokains zu Problemen mit dessen Entsorgung geführt.

Aufgrund unzureichender Verbrennungskapazitäten ist laut offiziellen Angaben ein "Kokainberg" entstanden.

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