Neuer NRW-Umweltminister gegen Festhalten an Atomkraft

DÜSSELDORF/BERLIN (dpa-AFX) - Der neue nordrhein-westfälische Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) hat sich klar dagegen ausgesprochen, wegen der Energiekrise an der Atomkraft festzuhalten. "Es ist nicht die Zeit für irgendwelche Spielchen. Atomkraft ist bei einer drohenden Gasmangellage keine Antwort", sagte Krischer am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. "Neben der Diversifizierung der Gas-Lieferwege sind Energieeinsparung und der Ausbau der erneuerbaren Energien die Antwort der Zeit."

Seit Monaten gibt es angesichts der Energiekrise eine Debatte über längere Laufzeiten der drei noch verbliebenen Atomkraftwerke. Die Position der Bundesregierung ist bisher gewesen, dass die drei Kernkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 nach geltendem Recht spätestens am 31. Dezember 2022 abgeschaltet werden.

Nun soll ein neuer Stresstest prüfen, ob die Stromversorgung in Deutschland auch unter verschärften Bedingungen gesichert ist. Eine Regierungssprecherin bezeichnete den Stresstest als Grundlage für Entscheidungen und sagte, die Frage der Atomkraftwerke sei für die Bundesregierung von Anfang an keine ideologische, sondern eine rein fachliche Frage gewesen.

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