Neuer Mustang Bullitt: Hinter dem Original jagte jahrelang Steve McQueen hinterher

Bei der Automesse in Detroit wurde der lange verschollene alte Ford Mustang “Bullitt” neben dem neuen gezeigt. (Bild: Associated Press)

Bei der Automesse in Detroit hat Ford ein Sondermodell des aktuellen Mustangs präsentiert – eine Hommage an den 50. Geburtstag des Kult-Films “Bullitt”, während dessen Dreharbeiten sich Hauptdarsteller Steve McQueen einst in den Flitzer verliebte. Jahre später wollte er ihn unbedingt kaufen, scheiterte aber an der Sturheit des neuen Besitzers.

Wie im Filmklassiker aus dem Jahr 1968 ist auch der neue Mustang aus dem Hause Ford in stylischem Grün zu haben. Dark Highland Green heißt das unter Kennern und jeder, der den Film je gesehen hat, hat sofort vor Augen, wie Steve McQueen in dem kultigen V8 durch San Francisco heizt und seinen Widersacher jagt. Der neue “Bullitt” hat 475 PS und ein Detail, das auch der 68er Ford Mustang V8 aufwies – den Schaltknauf in Form einer weißen Billardkugel. Zu welchem Preis er angeboten werden wird, hat der Autobauer aber noch nicht verraten.

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Steve McQueen, der “King of Cool”, war bei den Dreharbeiten jedenfalls so begeistert von dem Gefährt, dass er es 1977 unbedingt für sich haben wollte. Er hatte herausgefunden, dass der Mustang nach den Dreharbeiten im Besitz zweier Männer gewesen war, bevor ihn schließlich ein gewisser Bob Kiernan kaufte. Ein Mann aus der Versicherungsbranche, der meistens ein Dienstauto fuhr und das Auto seiner Frau für die täglichen Besorgungen überließ.

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Nach Recherchen des Journalisten Larry Webster meldete sich McQueen wiederholt bei ihm und bat ihn eindringlich, ihm “sein” Auto, wie er es nannte, doch bitte endlich zu überlassen. Im Gegenzug werde er sich darum kümmern, Kiernan ein vergleichbares Modell zu besorgen. Allein, Kiernan wollte nicht.

Nach 40 Jahren in der Versenkung tauchte das Auto wieder auf

Sein Sohn Sean sagte später: “Meinem Vater ging es nicht ums Geld und er war auch nicht dickköpfig, er liebte das Auto einfach.” Er sei eben ein “harter Kerl” gewesen, dem es nebenbei auch ein gewisses Vergnügen bereitet habe, dem berühmten Steve McQueen die Stirn zu bieten. Irgendwann, Sean Kiernan hatte das Auto längst geerbt, störte es ihn, dass er es nicht richtig in Schuss zu halten vermochte. 2016 wandte er sich also an Ford. Zum perfekten Zeitpunkt, da der Autobauer zum 50. Geburtstag des Kult-Thrillers sowieso einen neuen “Bullitt” herausbringen wollte und heilfroh war, dass das Originalauto nach 40 Jahren wieder aus der Versenkung aufgetaucht war.