Neuer Klima-Satellit misst globale Luftverschmutzung

Das Weltklima aus dem All überwachen – das ist die Aufgabe des Sentinel-5S-Satelliten der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Die beteiligten Wissenschaftler wollen Luftqualität, die Ozonschicht und Klimawandel-Auswirkungen untersuchen. Dazu erfasst der Satellit einmal täglich die Verschmutzung rund um die Erde.

Das Herzstück des Satelliten sei ein Instrument, das den kompletten Globus vermesse, betont Pieternal Levelt, eine der beteligten Wissenschaftlerinnen. Damit können Ozon, Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid, Methan und weitere Atmosphärenschadstoffe mit einer höheren Auflösung als bisher verfügbar gemessen werden. Das Verfahren ermöglicht es, den Verschmutzungsgrad in Europa direkt mit dem in China oder in den USA zu vergleichen.

Mit der anschließenden Analyse der Luftzusammensetzung könnte die Mission Politikern und Entscheidungsträgern wichtige Informationen liefern – etwa um die Luftqualität zu verbessern oder Treibhausgase zu bekämpfen. Der Satellit soll am Freitag abheben.

Die Sentinel-5S-Mission ist Teil des Erdbeobachtungsprogramms “Copernicus”, finanziert durch Mittel der EU-Kommission. Die erhobenen Daten werden für die Bereiche Umwelt, Verkehr, Wirtschaft und Sicherheitspolitik eingesetzt und sind frei und öffentlich zugänglich.