Neuer Corona-Crash: Mutation = „schwarzer Schwan“?

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BioNTech CureVac Corona Börsencrash
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Steht uns ein neuer Corona-Crash bevor? Ganz ehrlich: Abwarten. Im Moment können wir jedenfalls nur sagen, dass die Aktienmärkte zum Ende der Woche ein wenig durchgerüttelt werden. Grund hierfür ist erneut Unsicherheit rund um die Pandemie-Lage. Oder eben das Virus, das COVID-19 auslöst und uns als Investoren seit knapp zwei Jahren in seinem Bann hält.

Eine neue Mutation scheint dabei im Fokus zu stehen. Aber ist das erneut ein Anlass, um über einen Corona-Crash nachzudenken? Beziehungsweise reicht das aus für einen schwarzen Schwan? Interessante Fragen, denen wir uns heute einmal etwas nähern wollen. Grundsätzlich könnte die Ausgangslage zumindest interessant sein.

Corona-Crash: Neue Mutation = schwarzer Schwan?

Ob ein neuer Corona-Crash kommt, dürfte mit Sicherheit davon abhängig sein, ob es einen schwarzen Schwan gibt. Also eine Ausgangslage, bei der die Investoren kalt erwischt werden. Und sich die Erwartungshaltung nicht unbedingt mit dem deckt, was die Realität in den kommenden Wochen und Monaten für die Aktienmärkte bereithält.

Man kann an dieser Stelle sagen: Das Virus ist bekannt. Auch, dass es Mutationen gibt. Die Kernfrage ist nur: Ist der Markt auf ein solches Szenario vorbereitet gewesen? Und genau das ist womöglich die entscheidende Frage, die nicht so einfach zu beantworten ist.

Wir können natürlich im Hinblick auf einen Corona-Crash auf steigende Inzidenzen verweisen. Oder auch rapide steigende Fallzahlen, Hospitalisierungsraten und darauf, dass regional Teile des Gesundheitssystems am Rande der Kapazitäten stehen. Bekannt? Ja, natürlich. Aber wahrgenommen? Viel hat sich für mich in den letzten Wochen eher danach angefühlt, als sei die Pandemie am Ausklingen. Vielleicht auch, weil das öffentliche Leben nicht weiter eingeschränkt ist. Sondern weil das Leben ohne Lockdown weitergehen konnte.

Politisieren wir das Ganze nicht weiter, sondern schauen auf den Corona-Crash und die Möglichkeit eines solchen. Vielleicht ist die Mutation jetzt eine Art Weckruf, dass es eben noch nicht zu Ende ist, auch nicht an der Börse. Sowie auch dahin gehend, dass es noch weitere Kapitel und Wendungen geben kann. Wenn das dazu beiträgt, dass die Erholung auch nur ein wenig der Angst weicht, könnte das mit Blick auf einen DAX, S&P 500 und die hohen Bewertungen zumindest Druck in die Märkte bringen. Die Möglichkeit wäre für mich jedenfalls vorhanden.

Ob das reicht …?

Ob das für einen Corona-Crash reicht, ist für mich jedoch eine andere Frage. Im Endeffekt befinden wir uns seit fast zwei Jahren in einer Pandemie-Situation. Ein wenig Pessimismus könnte bei Investoren vorhanden sein. Insofern: Vielleicht reicht es für eine Korrektur.

Im Moment blicken wir sowieso nur auf einen eher schwachen Wochenausklang. Alles weitere, ob es zu einer Korrektur oder einem Crash kommt? Seien wir gespannt.

Der Artikel Neuer Corona-Crash: Mutation = „schwarzer Schwan“? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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