Einer neuen Studie von NTT zufolge haben Führungskräfte aus der Wirtschaft und die Mitarbeiter über die Zukunft der Arbeit deutlich unterschiedliche Ansichten

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  • 79 Prozent der Unternehmen sind der Ansicht, dass die Mitarbeiter lieber im Büro arbeiten, doch nur 39 Prozent der Mitarbeiter ziehen es tatsächlich vor, Vollzeit im Büro zu arbeiten

  • CEOs stufen die Kompetenz ihres Unternehmens in Bezug auf die Mitarbeiterzufriedenheit mit einer um 41 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit als das Betriebspersonal als positiv ein

  • 57 Prozent der Angestellten wählen den Arbeitgeber nach der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben aus

LONDON, November 09, 2021--(BUSINESS WIRE)--NTT Ltd., ein weltweiter Anbieter von Technologie- und Unternehmenslösungen, veröffentlicht heute die Ausgabe 2021 des Global Workplace Report. Der Bericht liefert wichtige Erkenntnisse über die Zukunft der Arbeit in einer Zeit, in der sich Unternehmen in aller Welt auf die Realität nach der Pandemie vorbereiten. Der Bericht stellt fest, dass Führungskräfte deutlich zufriedener damit sind, wie sie sich an die neuen Arbeitsnormen angepasst haben, als ihre Mitarbeiter. Er weist darauf hin, dass die Unternehmen bessere Erkenntnisse darüber benötigen, was die Mitarbeiter in der neuen Situation von ihrem Arbeitsplatz erwarten.

Dasselbe Bewusstsein, unterschiedliche Perspektiven

Anhand von 1.146 Interviews in 23 Ländern stellte NTT fest, dass nahezu alle Befragten der Ansicht sind, dass die Arbeit im Homeoffice Schwierigkeiten mit sich bringt. 82 % der Befragten gaben an, dass dadurch die Leistungsfähigkeit des Unternehmens beeinträchtigt wird. 81 % der Teilnehmer sind der Ansicht, dass die Arbeit im Homeoffice für die Mitarbeiter eine Herausforderung darstellt. 63 % der Personalvorstände gaben an, dass sich das Wohlbefinden der Mitarbeiter in der Zeit der Pandemie verschlechtert hat.

Das allgemeine Wissen um das Problem schlägt sich jedoch nicht immer in einer realistischen Einschätzung der Kompetenzen der Unternehmen nieder. Im Vergleich zum Betriebspersonal sind CEOs mit einer um 20 Prozentpunkte höheren Wahrscheinlichkeit der Meinung, dass ihr Unternehmen die Arbeitszeiten sehr effektiv verwaltet. Mit einer um 28 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit sind sie der Auffassung, dass sie Burnout effektiv vorbeugen. Die Kompetenz ihres Unternehmens in Bezug auf die Mitarbeiterzufriedenheit stufen sie mit einer um 41 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit als sehr positiv ein.

Diese deutlich unterschiedlich ausfallenden Meinungen resultieren aus einem schwerwiegenden Mangel an Vertrauen seitens der Arbeitnehmer: Nur 38 % geben an, dass ihr Arbeitgeber ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden volle Wertschätzung entgegenbringt. Nur 23 % äußern, dass sie sehr gerne für ihren Arbeitgeber arbeiten.

Die große Neubewertung der Work-Life-Balance

Als Grund für die Diskrepanz zwischen der Zufriedenheit der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer zeigte die Studie auch sehr unterschiedliche Einstellungen der Arbeitnehmer dahingehend, welche Präferenzen sie selbst hinsichtlich ihrer künftigen Arbeit haben. Daten aus Mitarbeiter-Mitspracheprogrammen (Voice of the Employee, VoE) belegen, dass sich die Mitarbeiter, wenn sie die Wahl zwischen Homeoffice, Hybridarbeit und Arbeit im Büro haben, zu relativ ähnlichen Anteilen für eine der drei Varianten entscheiden (30 %, 30 % bzw. 39 %).

Dieses Ergebnis steht im Widerspruch zu der von 79 % der Unternehmen geteilten Annahme, dass die Mitarbeiter die Arbeit im Büro bevorzugen. Tatsächlich zeigen VoE-Daten, dass nur 39 % der Mitarbeiter in Vollzeit im Büro arbeiten möchten.

„Derzeit dreht sich alles um das Thema Arbeit im Homeoffice. Doch die Realität der Mitarbeiterbedürfnisse ist viel komplexer. Jede falsche Einschätzung bzw. Reaktion auf diese Tatsache stellt für Unternehmen ein ernsthaftes Risiko dar", so Alex Bennett, Global Senior Vice President des Bereichs GTM Solutions von NTT Ltd. „Hier geht es nicht um bloße Vorlieben: Wir haben festgestellt, dass die Work-Life-Balance und der Zeitaufwand für die Anfahrt zur Arbeit mittlerweile die beiden wichtigsten Faktoren sind, auf die die Menschen bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes achten. Eine wirklich gute Personal- und Arbeitsplatzstrategie bringt somit echte Wettbewerbsvorteile."

Die Notwendigkeit, bei der Mitarbeiterzufriedenheit mit gutem Beispiel voranzugehen

Will man nun ausgehend von einer klaren Vorstellung davon handeln, welche Perspektiven die Mitarbeiter haben, wird dies durch einen Mangel an gründlich ermittelten Daten und Erkenntnissen noch erschwert. Was die Datenprioritäten betrifft, so geben 52 % der Unternehmen an, dass VoE oberste Priorität hat. Für 54 % der Unternehmen steht die Arbeitsplatzanalyse an erster Stelle. Dennoch verfügen nur 39 % der Unternehmen über strukturierte VoE-Programme. 37 % der teilnehmenden Unternehmen setzen Echtzeit-Stimmungsanalysen ein, während 54 % von ihnen Mitarbeiterbefragungen nutzen.

Die Studie zeigt auch, dass die Nutzung derartiger Daten zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit im Unternehmen über die Verbesserung der alltäglichen Lebensqualität weit hinausgehen muss. Mit einem Anteil von 40 % sind der Zweck und die Werte eines Unternehmens mittlerweile der drittwichtigste Faktor bei der Arbeitsplatzwahl. In diesem Bereich sind sich die Mitarbeiter und die Führungsriege einig: 89 % der Befragten vertreten die Meinung, dass Umwelt-, Sozial- und Governance-Ziele (ESG) im Mittelpunkt der Unternehmensagenda stehen.

„Ich begreife dies als Aufruf, unser Denken weg von Maßnahmen und hin zu Ergebnissen zu verlagern", so Bennett abschließend. „Wichtig ist nicht, was wir tun, um die Arbeitsplätze zu verbessern, sondern wie die Belegschaft tatsächlich davon profitiert. Das kann das Unternehmen aber nicht wissen, wenn es nicht über eine ausgereifte Strategie verfügt, mit dem es die Stimmung der Mitarbeiter quantifizierbar erfasst. Überraschenderweise geben zwei Drittel der Mitarbeiter an, dass sie noch nicht über alle Tools verfügen, die sie für die Arbeit im Homeoffice benötigen. Nur 55 % der Unternehmen äußern hohe Zufriedenheit darüber, dass die Büroräume für das hybride Arbeiten gerüstet sind. Dennoch möchten 82 % der befragten Unternehmen ihre Büroräume in den kommenden zwölf Monaten umgestalten und ein Umfeld schaffen, das Innovationen und soziale Kontakte fördert. Offensichtlich ist man sich bis zu einem bestimmten Maß bewusst, dass unausgereifte Personalstrategien bei den Mitarbeitern zu Unzufriedenheit führen und dass sich die Arbeit an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen orientieren sollte."

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