Neue White-Label-ETF-Plattform startet in Europa

 

An Asset-Manager, die ein eigenes ETF-Geschäft aufziehen wollen, richtet sich der Dienst, den zwei führende Köpfe der Branche derzeit ins Leben rufen. market?eta will speziell in Europa eine Plattform für unabhängige Manager von UCITS-konformen ETFs (Shenzhen: 395013.SZ - Nachrichten) aufbauen.

Graeme Dewar, der bisher bei Legal and General Investment Management (LGIM) für den bereich Strategy Implementation verantwortlich zeichnete, und Joy Yang, die bei Vanguard das Aktiengeschäft leitete, wollen mit market?eta eine Reihe von Dienstleistungen anbieten, die ETF-Anbietern das Leben erleichtern sollen: Produktentwicklung, Compliance, Marketing und Vertrieb sollen über market?eta vereinfacht werden. Dewar will dabei den Bereich Vertrieb verantworten, während Joy Yang das Produkt entwickelt.

 “Wir wollen Asset-Managern helfen, auf einer robusten Plattform skalierbare ETF-Produkte zu entwickeln,” beschreibt market?eta-Berater Adrian Mulryan die Dienstleistung. Das (Shenzhen: 002421.SZ - Nachrichten) hohe Mittelaufkommen der ETFs, das strenge regulatorische Umfeld in Europa und die technischen Innovationen im Finanzbereich, so Mulryan, sprächen allesamt für eine solche Plattform.

ETF-Zuflüsse im Januar rekordverdächtig

Im August vergangenen Jahres hatten sich bereits Hector McNeil und Nik Bienkowksi, zwei Veteranen von WisdomTree, mit der Whitelabel-Plattform HANetf selbständig gemacht. Vorreiter der Whitelabel-ETF-Plattformen in Europa ist jedoch Canvas, ein Ableger des US-Fondshauses ETF Securities, das seit 2013 seine Dienste für Asset-Manager ohne eigenes Fondshaus in Europa anbietet.

Branchenexperte Robert Tull hat gegenüber Reuters die Kosten, einen neuen ETF auf den Markt zu bringen, mit 500.000 bis 1,25 Millionen US$ beziffert. Demgegenüber lassen sich White-Label-Plattformen mit 20.000 bis 100.000 US$ für die Anfangskosten sowie einem Anteil des Agios bezahlen – was für den Initiator wesentlich günstiger ist.

Wie der Branchendienst ETFGI unterdessen mitteilt, ist der Mittelzufluss der ETFs im Januar auf rekordverdächtige 54 Milliarden US$ angestiegen, so dass die durch ETFs in Europa verwalteten Mittel nun bei 856 Milliarden US$ liegen. In den USA sind derweil über drei Billionen US$ in Exchange Traded Funds investiert.

 

(TG)