Neue Tarifverträge für Beschäftigte in Systemgastronomie

Bezahlt oft weniger als Mindestlohn: Gaststättengewerbe

Viele Beschäftigte in der Systemgastronomie müssen seit Neujahr mindestens neun Euro Stundenlohn erhalten: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) verständigten sich auf neue Tarifverträge für Restaurants mehrerer Ketten. Die Löhne und Gehälter für Beschäftigte von Block House, Maredo, Wienerwald, Kaufland und Jim Block würden in drei Stufen steigen, teilten beide Seiten am Dienstag mit.

Die Erhöhungen zum 1. Januar, zum 1. September 2018 sowie zum 1. Januar 2019 liegen je nach Tarifgruppe bis Ende der Laufzeit am 31. Dezember 2019 bei zwischen acht und 12,7 Prozent, wie die Gewerkschaft und der Verband mitteilten. Mit dem Stundenlohn von mindestens neun Euro für die Beschäftigten der untersten Tarifgruppe sei ein "wichtiges Ziel" erreicht, erklärte Guido Zeitler, stellvertretender Vorsitzender der NGG. "Die verantwortungsvolle Arbeit in der Systemgastronomie ist mehr wert als der Mindestlohn".

Gemäß der neuen Verträge erhöhen sich auch die Ausbildungsvergütungen in diesem Jahr in zwei Stufen um insgesamt 60 Euro - wer zum kommenden Ausbildungsjahr anfängt, erhält damit 710 Euro monatlich zum Ausbildungsbeginn.