Eine neue Studie zeigt, dass die panische Angst vor der Digitalisierung nicht berechtigt ist

Christoph Damm
Auch Finanzanalysten könnten bald mit künstlicher Intelligenz ersetzt werden.

Es sind zum Teil schockierende Studien, die zum Thema Arbeitslosigkeit durch Künstliche Intelligenz kursieren. So rechnet die Unternehmensberatung McKinsey damit, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre bis zu 40 Prozent aller Stellen in der Versicherungsbranche wegfallen könnten.  

Noch düster sehen es Forscher der Universität Oxford. Sie rechnen damit, dass branchenübergreifend fast die Hälfte aller Jobs von Computern übernommen werden könnten. Fast jeder zweite Arbeitsplatz würde somit wegfallen. Die Entwicklung scheint nicht aufzuhalten zu sein: Maschinen fordern kein Gehalt, wollen keinen Urlaub und werden nicht krank. Für Unternehmen heißt das, dass die Personalkosten sinken und die Arbeit gleichzeitig schneller erledigt wird — denn Maschinen machen auch keine Pause.

Neue Studie gibt Entwarnung

Die höhere Effizienz könnte im Alltag die Preise für Dienstleistungen sinken lassen. Also eine Win-Win-Situation? Nicht ganz, denn sollte künftig wirklich etwa jeder zweite Arbeitsplatz wegfallen, dürften auch selbst die niedrigen Preise für viele Neu-Arbeitslose wohl immer noch zu hoch sein — so oder so ähnlich argumentieren jedenfalls viele Digitalisierungskritiker. 

Glaubt man den Ergebnissen einer neuen Studie, ist dieses düstere Zukunftsszenario weitestgehend unbegründet. Laut einer Umfrage des Capgemini Digital Transformation Institute unter etwa 1.000 Konzernen weltweit erklärten 63 Prozent der Firmen, die bereits KI einsetzen, dass dadurch keine Jobs zerstört wurden.

Immer mehr Führungskräfte werden gebraucht

Vielmehr habe die KI dafür gesorgt, dass sich die Verhältnisse in den Unternehmen verschoben haben: Denn durch den Einsatz der Maschinen werden, so die Konzerne in der Umfrage, vor allem Führungskräfte eingestellt. 

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