Neue Studie zeigt, wie Covid-19 Gehirnzellen schädigen und so kognitive Funktionen beeinträchtigen kann

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Eine neue im Fachmagazin "Nature Neuroscience" veröffentlichte Studie hat ergeben, dass Covid-19 Schäden an den Blutgefäßen im Gehirn verursachen kann, was die kognitiven Funktionen beeinträchtigen kann.

Die Studie, die von Wissenschaftlern um Jan Wenzel von der Universität zu Lübeck aus Deutschland, Frankreich und Spanien durchgeführt wurde, zeigt, dass Covid-19 Gehirnzellen, die als Endothelzellen bekannt sind, abtöten kann.

In früheren Studien war bereits festgestellt worden, dass bis zu 84 Prozent der Covid-19-Patienten unter neurologischen Symptomen wie Anosmie (Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns), epileptischen Anfällen, Schlaganfällen, Bewusstseinsverlust und Verwirrung leiden – und dies könnte eine Erklärung dafür sein.

Für die Studie wurden die Gehirne von Menschen gescannt, die an Covid-19 gestorben waren. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten beschädigte Blutgefäße im Gehirn, sogenannte "Stranggefäße". Das sind abgestorbene Zellen, durch die kein Blut fließen kann. 

Sie sind ein Zeichen für kognitive Beeinträchtigungen und bergen eine Reihe medizinischer Risiken, darunter auch Mikroschlaganfälle. Es besteht den Forschern zufolge jedoch die Hoffnung, dass das Phänomen der Stranggefäße bei Covid-19 reversibel sein könnte.

"Wir haben gesehen, dass bei Hamstern, die sehr leichte Formen von Covid-19 entwickeln, das Phänomen offenbar umkehrbar ist, sodass wir hoffen können, dass es auch beim Menschen umkehrbar sein könnte", sagte dazu Vincent Prévot, ein Mitautor der Studie vom Forschungszentrum Inserm in Lille, gegenüber "RFI news".

Dieser Artikel wurde von Mascha Wolf aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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