Neue Studie: Berlin auf dem Weg zur Vier-Millionen-Metropole

Auf Berlins Straßen wird es eng, wie hier am Tauentzien

Berlin.  Es wird immer enger an der Spree: Im Jahr 2035 dürften einer neuen Prognose zufolge vier Millionen Menschen in der Hauptstadt leben, eine halbe Millionen mehr als heute. Ausgehend vom Jahr 2015 wäre das ein Zuwachs von 14,5 Prozent der Bevölkerung – die stärkste Steigerung im Vergleich zu allen anderen Bundesländern. Doch nicht nur Berlin wächst, in ganz Deutschland steigt demnach die Bevölkerungszahl.

Jahrelang sahen Zukunftsszenarien für Deutschland immer einen deutlichen Rückgang der Bevölkerung voraus. Doch es könnte anders kommen. Nach einer Untersuchung des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die dieser Redaktion vorliegt, bleibt dieses Szenario aus. Stattdessen werden im Jahr 2035 sogar eine Millionen Menschen mehr in der Bundesrepublik leben. Die IW-Forscher rechnen damit, dass in 18 Jahren 83,1 Millionen Personen hierzulande zu Hause sind. Zuletzt waren es 82,3 Millionen.

Den Grund für die Zunahme führen die Experten vor allem auf die Rekordzuwanderung im Jahr 2015 zurück. Wenn man Ein- und Auswanderung in dem Jahr der Flüchtlingskrise gegenüberstellt, so blieben de facto 1,1 Millionen Personen in Deutschland. Bereits 2014 lag dieser so genannte Wanderungssaldo mit 550.000 Personen deutlich oberhalb des Durchschnitts der letzten beiden Jahrzehnte. Und auch künftig, so rechnen die IW-Experten, dürfte die Zuwanderung höher ausfallen als in früheren Jahren erwartet.

Ein zweiter Grun...

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