Neue Studie: In Berlin gibt es zu wenige Erzieher für die Kleinsten

Kinder in einer Kita

Berlin. Die Kitagruppen für Kinder unter drei Jahren sind in Berlin immer noch deutlich zu groß. Das geht aus dem Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann-Stiftung hervor, das am Montag veröffentlicht wurde. Jedes Jahr vergleichen die Forscher im Auftrag der Stiftung die Personalausstattung der Kitas in den Bundesländern auf Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamtes. Dabei lag Berlin besonders weit von dem durch die Forscher definierten Idealwert entfernt.

Laut Studie kamen in Berlin im März 2016 rechnerisch 5,9 ganztags betreute Krippenkinder auf eine Erzieherin. Im Bundesdurchschnitt waren es 4,3 Kinder pro Fachkraft. Die Gruppen sind tatsächlich aber größer, da in dem Schlüssel auch Urlaub oder Vorbereitungszeiten mitberücksichtigt sind. Die Bertelsmann-Stiftung empfiehlt bei Mädchen und Jungen unter drei Jahren einen Betreuungsschlüssel von drei Kindern pro Erzieher. Nur Baden-Württemberg erreichte diesen Wert.

Bei den Kitakindern, die älter als drei Jahre sind, sah dagegen Berlin 2016 im Vergleich zu den anderen Bundesländern ganz gut aus: Hier kamen 8,9 Kinder auf eine Fachkraft, bundesweit waren es nach Angaben der Studie 9,2 Kinder. Fast jede vierte Kitagruppe erreichte sogar die von der Stiftung empfohlene optimale Größe von sieben Kindern pro Erzieher.

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Besser als in vielen anderen Bundesländern war in Berlin auch die Betreuungsquote. Insgesamt 46 Prozent der Kinder unter drei Jahren besuchten eine Krippe. In den westlichen Bundesl...

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