Neue Studie belegt: Dieses Lebensjahr ist das teuerste

Eine neue Studie hat ermittelt, wann Menschen das meiste Geld benötigen. (Bild: Getty Images)

Miete, Versicherungen, Auto – nach Abzug der Fixkosten bleibt bei vielen keine allzu große Summe auf dem Konto mehr übrig. Wie hoch die Gesamtausgaben sind, hängt auch davon ab, in welcher Lebensphase man sich gerade befindet. Eine Studie hat nun enthüllt, welches Lebensjahr im Durchschnitt das teuerste ist.

Das britische Kreditinstitut ClearScore hat für seine Erhebung 3000 Personen unterschiedlichster Altersklassen zu ihren Gehältern, Ausgaben und Sparplänen befragt. Das Ergebnis: Das 31. Lebensjahr ist durchschnittlich das kostspieligste. Meilensteine wie eine Heirat, der Kauf eines Hauses oder der erste Nachwuchs bahnen sich bei vielen Menschen um dieses Lebensjahr herum an – und sind mit teils hohen Ausgaben verbunden.

Hochzeit, Haus, Baby und mehr

Diese fünf Faktoren sind die Hauptgründe für einen erhöhten Geldbedarf: 27 Prozent der Befragten müssen eine Hochzeit finanzieren, 25 Prozent wollen ein Haus kaufen, bei 20 Prozent kommt das erste Baby – und immerhin 14 Prozent sparen für eine Hochzeitsreise. Die Briten benötigen deshalb im Alter von 31 Jahren im Schnitt 43.000 Pfund (ca. 48.000 Euro), um ihre Kosten zu decken. Das sei laut Angaben des Kreditinstituts fast das Doppelte des jährlichen Durchschnittsgehalts.

Das teure 31. Lebensjahr finanzieren 60 Prozent der Befragten aus ihren Ersparnissen, rund ein Drittel (33 Prozent) muss sich Geld von der Bank oder den Eltern leihen. Die jüngere Generation nimmt deshalb immer häufiger Kredite auf. 20 Prozent der unter 34-Jährigen finanzieren große Anschaffungen mithilfe von Krediten, während nur acht Prozent der über 55-Jährigen Geld leihen müssen.

Immer mehr Menschen beantragen einen Kredit

Hat es die jüngere Generation heute schwerer, weil das Leben aktuell vermeintlich teuer ist? Über diese Frage herrscht Uneinigkeit. 51 Prozent der 25- bis 34-Jährigen glauben, dass es für ihre Generation heute finanziell schwerer sei. 57 Prozent der über 55-Jährigen glauben, dass die Millennials größere finanzielle Herausforderungen meistern müssen als sie selbst in jüngeren Jahren.

Justin Basini von ClearScore, einer der Auftraggeber der Studie, erklärte in einem Pressestatement: „Viele der großen Meilensteine des Lebens liegen sehr nahe beieinander, sodass wir nicht schockiert waren, als wir herausfanden, wie viel Geld die Menschen in ihrem teuersten Jahr ausgegeben haben. Es ist nicht verwunderlich, dass sich angesichts der angespannten Situation im täglichen Leben immer mehr Menschen an ihre Eltern wenden oder Kredite beantragen, um einige dieser Meilensteine zu finanzieren.“

Danach kommt die Altersvorsorge

Doch nach dem teuren 31. Lebensjahr hören die Geldsorgen nicht auf. Dann ist die Altersvorsorge das nächste große Thema. 25 Prozent der Befragten gaben an, dass das Sparen für den Ruhestand ihr wichtigstes Anliegen sei, 20 Prozent sparen, um eine generelle Geldrücklage zu haben. 14 Prozent legen schon jetzt Geld zurück, um ihre Kinder im Erwachsenenalter unterstützen zu können.

Die Studie wurde zwar lediglich in Großbritannien durchgeführt – doch auch bei den Deutschen reißen Lebensereignisse wie Heirat, Kinder und Hausbau im Schnitt im selben Alter wie bei den Briten ein Loch in die Kasse.