Die neue Strategie von Prosieben zeigt, wie groß die Probleme des Unternehmens wirklich sind

Valentina Resetarits
Joko und Klaas

Unter ProsiebenSat.1-Mitarbeitern ist sie berühmt-berüchtigt: die „Message from Thomas Ebeling“. Alle paar Monate veröffentlicht der Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns eine Videobotschaft an die Mitarbeiter, in denen er auf aktuelle Projekte und wirtschaftliche Daten eingeht.

Wer Ebeling kennt, der weiß, dass er Anglizismen und Neologismen liebt. Deshalb ist da immer wieder von „eipiohen“ (ein Verb zu IPO, Initial Public Offering), „Adjustments“ und „Digital Powerhouse“ die Rede.

Man muss sich als Mitarbeiter schon anstrengen, um aus der Managersprache Informationen für seine eigene Arbeitssituation herausziehen zu können. Das ist auch in der aktuellen „Message from Thomas Ebeling“ der Fall, in der sich der Vorstandsvorsitzende an die Mitarbeiter wandte, um ihnen die neue „Drei-Säulen-Strategie“ des Unternehmens zu erklären.

In der Videobotschaft, über die kürzlich das Fachmagazin „Meedia“ berichtete, spricht Ebeling von „Kostensynergien“, die dadurch gewonnen werden sollen. Das Wort Stellenabbau wird dabei natürlich tunlichst vermieden, aber wer bei ProsiebenSat.1 arbeitet, der ahnt mittlerweile, dass einige Arbeitsplätze in Gefahr sein könnten.

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