Neue Sprühereien am Rheinufer : Feiernde Jugendliche sollen vertrieben werden

Die Polizei kontrolliert „intensivst“ in wärmeren Nächten.

Vor einigen Jahren habe es erste Graffiti-Sprühereien an der Hauswand an der Rodenkirchener Uferstraße gegeben, erzählt eine Anwohnerin. Nun seien neue „Kunstwerke“ dazu gekommen, erstmals wurden auch einige Schriftzüge auf der Hochwasserschutzmauer hinterlassen.

Die Enttäuschung ist groß

Anfangs hätten die Anlieger noch versucht, die Graffiti auf eigene Kosten entfernen zu lassen. Das habe man inzwischen aufgegeben. Die Enttäuschung ist zumindest bei den direkten Anwohnern groß, dass der bevorzugte Bereich an der Uferstraße zwischen Walther-Rathenau-Straße und etwa Moltkestraße immer noch eine „Partymeile“ ist, zumindest bei gutem Wetter.

In ihren Augen und Ohren haben die regelmäßigen und verstärkten Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt wenig gebracht und die Feierfreudigen nicht abhalten können, sich dort an der Mauer zu treffen mit allen Begleiterscheinungen einer mitunter überschwänglichen Sommerparty.

Junge Leute sollen zur Rheinwiese gelockt werden

Inzwischen ist offenbar auch ein Streit darüber entbrannt, ob für die jungen Leute bewusst Anreize geschaffen werden sollen, um sie fort von der Mauer am Straßenrand hinunter in die Rheinwiese zu locken, die von der Wohnbebauung weiter entfernt ist. Ein erster Schritt in diese Richtung sind die Holzmöbel, die vor einigen Wochen in die Grünfläche platziert wurden, aber bislang ihre Funktion noch nicht so recht erfüllt haben.

Auf der anderen Seite ist die Rede von „Nutzungsbeschränkungen“. Die CDU in der Bezirksvertretung findet, dass Ge- und Verbotsschilder für sozialverträgliches Verhalten aufgestellt werden sollten und hat eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung gestellt. Ein Shisha-Verbot wie auf der Deutzer Treppe könnte sich die CDU zum Beispiel gut vorstellen, vielleicht sogar ein Alkoholverbot.

Keine Komfortzone für Feierlustige

Der Landtagsabgeordnete der CDU und Vorstandsmitglied der AG Rodenkirchen, Oliver Kehrl, glaubt, dass etwa das Beschädigen der Grünfläche in die Waagschale geworfen werden könne, wenn es darum geht, die Partyleute zu vertreiben.

Jedenfalls dürfe der Bereich keine Komfortzone für die Feierlustigen werden. Die CDU-Anfrage hat die Verwaltung noch nicht beantwortet. Aber der Leiter des Ordnungsamts, Engelbert Rummel, habe ihm gegenüber noch häufigere Kontrollen angekündigt, berichtet Kehrl. Derzeit befindet sich Rummel in Urlaub.

Viele Stimmen zusammen bilden laute Geräuschkulisse

Die Polizei berichtet auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass die Streifen „intensivst“ unterwegs seien an der Uferstraße. Alkoholisierte Besucher würden zur Ruhe ermahnt, es würden auch Platzverweise ausgesprochen. Meistens würden sich die Betroffenen freiwillig zurückziehen, aggressives Verhalten bestätigt die Polizei nicht.

In der Regel werde „normales“ Publikum angetroffen. Die jungen Leute würden auf der Mauer sitzen und auch Alkohol konsumieren, aber das sei nicht verboten, betont Polizeioberrat Sascha Himmel. Jeder Einzelne spreche meistens in normaler Lautstärke, die vielen Stimmen zusammen würden allerdings eine erheblich lautere Geräuschkulisse ergeben. Das sei das Problem. Dagegen könne die Polizei aber nicht vorgehen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta