Neue Richtlinien: Keine Waffenbau-Videos mehr auf YouTube – dafür auf Pornhub

YouTube hat seine Richtlinien zum Thema Waffen verschärft. (Bild: AP Photo)

YouTube verschärft gerade seine Richtlinien für Videos, die sich mit Feuerwaffen beschäftigen. Vlogger, die sich darauf spezialisiert haben, suchen nun nach alternativen Plattformen für ihre Inhalte.

Demnächst werden auf YouTube Inhalte gelöscht, die an Waffenfreunde gerichtet sind. Entfernt werden beispielsweise Videos:

• die zeigen, wie Feuerwaffen, Munition, Hochleistungs-Magazine oder Schalldämpfer selbstgebaut werden.
• deren Fokus auf den Verkauf von Feuerwaffen, Munition und Modifikationen liegt.
• die zeigen, wie gekaufte Modifikationen an Feuerwaffen angebracht werden.

Hier finden Sie die neuen Richtlinien im Wortlaut (Englisch)

Ein Videokanal, der seine Abonnenten mit genau solchen Inhalten versorgt, InRangeTV, ist bereits dazu übergegangen, seine Videos auf der Pornoseite Pornhub hochzuladen.

Die Betreiber des Kanals, Karl Kasarda und Ian McCollum, erklärten dem BBC dazu: „Wir wollen auf Pornhub kein Geld verdienen. Wir suchen einfach nach einem sicheren Hafen für unseren Inhalt und unsere Zuschauer.“ Auch auf Facebook können die Videos von InRangeTV gefunden werden.

YouTube stößt seinen Nutzern immer wieder vor den Kopf, indem neue Richtlinien und Änderungen zur Monetarisierung der Videos oft schlecht kommuniziert werden. Auch in diesem Fall löschte YouTube einige Inhalte von Kanälen und Links zu Waffen-Shops zunächst kommentarlos, bevor die neuen Richtlinien veröffentlicht wurden.

Waffen-Enthusiasten (vornehmlich aus den USA) sind freilich nicht erfreut über die neuen Regeln von YouTube. Sie sehen darin eine „Aushöhlung ihrer Rechte“, wie es der Waffenhersteller Spike’s Tactical formuliert.