Neue Rekord-Seilbahn auf den Gipfel der Zugspitze feierlich eingeweiht

Die neue Seilbahn während der Bauarbeiten

Nach mehr als dreijähriger Bauzeit hat an Deutschlands höchstem Berg eine neue Gipfelseilbahn offiziell den Betrieb aufgenommen: Vertreter des Betreibers, Lokalpolitiker und Ehrengäste weihten die 50 Millionen teure Anlage an der Zugspitze am Donnerstag mit einem Festakt und einer Jungfernfahrt offiziell ein.

Die Bahn bringt Gäste direkt bis auf den Gipfel des 2962 Meter hohen Bergs bei Garmisch-Partenkirchen an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Sie ersetzt die alte, seit 1963 betriebene Gipfelseilbahn, die den Anforderungen nicht mehr entsprach. Zugleich stellt sich nach Betreiber-Angaben mehrere technische Weltrekorde für sogenannte Pendelseilbahnen auf.

Ebenso wie die bereits auf nahezu identischer Route fahrende Vorgängerbahn überwindet sie auf nur einem Streckenabschnitt zwischen zwei Stationen unter anderem einen Höhenunterschied von 1945 Metern. Keine andere Seilbahn übertrifft das. Das sogenannte freie Spannfeld zwischen ihrem einzigen Mittel-Stützpfeiler und der Gipfelstation stellt mit 3213 Metern ebenfalls einen Rekord auf. Der reguläre Fahrgastbetrieb beginnt am Freitag.

Die Eröffnung der neuen Seilbahn gehöre "zu den ganz großen Meilensteinen unserer Unternehmensgeschichte", erklärte der für Technik zuständige Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG, Peter Huber, am Donnerstag. Diese betreibt die Infrastruktur zur touristischen Erschließung der Zugspitze. Dazu gehören auch eine Zahnradbahn, eine weitere kleinere Seilbahn, Skianlagen sowie gastronomische Einrichtungen. Von österreichischer Seite gibt es ebenfalls eine Gipfelseilbahn.

Die alte Seilbahn stieß nach Angaben der Betreiberfirma nach jahrzehntelangem Betrieb an ihre Grenzen, insbesondere die fehlenden Transportkapazitäten sorgten in Spitzenzeiten für Probleme. Der Nachfolger kann mit seinen zwei Kabinen deutlich mehr Gäste befördern. Außerdem sind Gondeln und Stationen mit großen Glasfenster ausgestattet, um Panoramablicke zu bieten.

Die Verantwortlichen erhoffen sich von der modernen Anlage ein höheres Fahrgastaufkommen. Die Bahn werde zehn Prozent mehr Passagiere anziehen, betonte der Kaufmännische Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn, Matthias Stauch. Der Tourismusdirektor von Garmisch-Partenkirchen, Peter Nagel, erklärte: "Urlauber suchen heutzutage das Gesamterlebnis." Das biete die neue Bahn.