Neue Millionenrunde macht auch Onefootball zum Unicorn

Aus Liebe zum Fußball gründete Lucas von Cranach die Plattform und Fußball-App OneFootball. Jetzt ist die ein Unicorn.
Aus Liebe zum Fußball gründete Lucas von Cranach die Plattform und Fußball-App OneFootball. Jetzt ist die ein Unicorn.

Die Fußball-Plattform Onefootball ist das 30. Unicorn in Deutschland. Wie das Berliner Startup heute bekannt gab, knackte das Unternehmen im Rahmen einer Series-D-Runde in Höhe von umgerechnet 285 Millionen Euro (300 Millionen Dollar) die symbolträchtige Bewertung von einer Milliarde Dollar. Angeführt wurde die Finanzierungsrunde von Liberty City Ventures, einem auf Blockchain spezialisiertem Fund aus New York. Darüber hinaus beteiligten sich Animoca Brands, Dapper Labs, DAH Beteiligungs GmbH, Quiet Capital, RIT Capital Partners, Senator Investment Group und die Alsara Investment Group.

Selbst großer Fan des 1. FC Kölns hat Lucas von Cranach Onefootball 2008 gegründet. Seine Vision: eine Media-Plattform, auf der Fußballfreunde alles in einer App bekommen. Spielberichte und Liveübertragungen, Transfergerüchte, Tabellen, Features über Spieler, Vereine und Ligen. Nach Angaben des Unternehmens erreicht Onefootball derzeit jeden Monat mehr als 100 Millionen Fans weltweit. Aus einem 24-Stunden-Newsroom berichten die Macher über mehr als 300 Clubs in 12 Sprachen. Onefootball sei, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens, „die am besten bewertete Sport-App der Welt, basierend auf Millionen von Bewertungen im App Store und bei Google Play."

Vom Stadion ins Web3

Investoren sehen für die „Fußball-App einer neuen Generation von Fans“, wie von Cranach sein Unternehmen gern beschreibt, eine große und digitale Zukunft: Sie wollen Onefootball aus dem Web 2.0 ins Web3 führen. Dafür kündigte das Unternehmen im Zuge der Finanzierung ein neues Joint Venture an. Unter dem Namen OneFootball Labs begeben sich OneFootball und Web3-Pionier Animoca Brands auf neue Märkte: Sie wollen Vereinen, Ligen, Verbänden und Spielern ermöglichen, digitale Assets auf Basis der Blockchain-Technologie über die Plattform an Fans zu verkaufen - möglichst barrierefrei, Fans sollen mit einer E-Mail-Adresse und einer Kreditkarte allein bereits digitale Fanartikel ihrer Vereine kaufen können. Onefootball Labs werde damit „eine neue Ära des Fußballfankonsums einläuten“, so das Unternehmen.

„Wir glauben, dass die Zukunft des Fußballs abseits der Tribünen und des Spielfelds dezentralisiert und auf Web3 aufbauen wird", lässt sich Gründer und CEO von Cranach zitieren. Mit seiner Firma wolle er das Erlebnis Fußball ins Digitale bringen und die Fans damit „noch näher an das Spiel bringen, das wir alle lieben." An Onefootball sind auch diverse Profiklubs beteiligt. Darunter Manchester City und Liverpool.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.