Neue Luftschläge auf Ost-Ghuta - Fast 200 Zivilisten getötet

Chaos, Zerstörung und Blutvergießen: Das syrische Rebellengebiet Ost-Ghuta bei Damaskus ist Ziel einer der heftigsten Angriffswellen seit Beginn des Bürgerkriegs vor sieben Jahren geworden.

Bombardierungen durch Kampfflugzeuge, Helikopter und Artillerie hätten innerhalb von 48 Stunden fast 200 Zivilisten getötet, erklärte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Mehr als 850 Menschen seien verwundet worden, viele von ihnen schwer, berichtete der Gründer und Chef der Organisation, Rami Abdurrahman:

"Europa und die gesamte internationale Gemeinschaft sind jetzt dringend zum Handeln aufgerufen, um die tödlichen Anschläge in Ost-Ghuta zu stoppen. Was wir heute in Ost-Ghuta erleben, ist die Rache von Russland für das, was am siebten und neunten Februar in Deir ez-Zor passiert ist. Das Verhalten der Internationalen Gemeinschaft ist unlogisch. Es wird über Giftgaseinsätze des Assad-Regimes gesprochen, aber nicht über den Tod so vieler Märtyrer und all die Verwundeten."

Kampfflugzeuge und Hubschrauber seien von Flugplätzen unter Kontrolle der syrischen Regierung gestartet. Ein Krankenhausarzt in Ost-Ghuta berichtete, man habe schwerverletzten Kindern kaum helfen können. Kliniken seien völlig überfüllt. Narkosemittel und wichtige Medikamnete gingen aus.

Das von Regierungstruppen seit Monaten eingeschlossene Gebiet erreichen kaum noch Hilfslieferungen. Nach Berichten regierungsnaher Medien bereiten Elitetruppen eine Bodenoffensive auf Ost-Ghuta vor.

Die Rettungsorganisation Weißhelme berichtete, dass ein Helfer in der umkämpften Region ums Leben gekommen ist.