Neue Haltestelle nahe Klagemauer in Jerusalem wird nach Trump benannt

Trump bei einem Besuch an der Klagemauer im Mai

Zum Dank für seine Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels wird eine neue Haltestelle in der Nähe der Klagemauer nach US-Präsident Donald Trump benannt. Die geplante Station nur wenige Meter von der symbolträchtigen Gebetsstätte in der Jerusalemer Altstadt entfernt werde den Namen "Donald John Trump" tragen, heißt es in einer Entscheidung des israelischen Verkehrsministers Israel Katz, welche die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch einsehen konnte.

Begründet wurde die Entscheidung mit Trumps "historischer und mutiger Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel anzuerkennen, und seinem Beitrag zur Stärkung des Status von Jerusalem als Hauptstadt des jüdischen Volkes und des Staates Israel".

Der Status von Jerusalem ist eine der heikelsten Fragen im Nahost-Konflikt. Trump hatte am 6. Dezember erklärt, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen und die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen. Er brach damit mit einem jahrzehntelangen internationalen Konsens, dass der Status von Jerusalem erst in einer Friedensvereinbarung mit den Palästinensern festgelegt werden soll. Diese beanspruchen Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen Palästinserstaates.

Trumps Jerusalem-Entscheidung hatte in den Palästinensergebieten mitunter gewaltsame Proteste ausgelöst, aus aller Welt gab es Kritik. In Israel fand die Entscheidung jedoch bei fast allen Politikern Beifall.

Die Klagemauer ist die heiligste Stätte des Judentums. Sie liegt am Tempelberg, auf dem sich der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee befinden. Diese sind wiederum den muslimischen Palästinensern heilig.

Die neue Haltestelle in der Nähe der Klagemauer ist Teil einer 56 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitszuglinie, die ab kommendem Jahr Jerusalem und Tel Aviv verbinden soll. Dadurch soll die Fahrtzeit zwischen den beiden größten Städten Israels auf eine knappe halbe Stunde verringert werden.