Neue Eingreiftruppe in der Sahelzone für Kampf gegen Terror

Malische Soldaten patrouillieren in der Nähe des Anschlagsorts auf einem Militärstützpunkt in Gao, Mali. Fünf Sahelstaaten wollen im Kampf gegen islamistischen Terror eine Eingreiftruppe installieren. Foto: Yacouba Cisse/Archiv

Fünf Staaten der Sahelzone wollen bei einem Gipfeltreffen in Mali heute formell grünes Licht für eine bis zu 5000 Soldaten starke Truppe zur Bekämpfung des islamistischen Terrorismus geben.

An dem Gipfel der Sahelstaaten Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad nimmt auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teil. Paris unterstützt den Kampf gegen Extremisten in der Region, die teils Al-Kaida die Treue geschworen haben, bereits mit der bis zu 4000 Soldaten starken Truppe Barkhane.

Ein umstrittenes Thema wird die Finanzierung und adäquate Ausrüstung der neuen Truppe sein. Die Sahelstaaten hoffen auf Unterstützung aus Europa. Die EU hat bereits 50 Millionen Euro Starthilfe zugesagt. Frankreich hofft, dass sich auch Deutschland engagiert. Die Bundeswehr beteiligt sich derzeit mit über 800 Soldaten an einer UN-Friedensmission zur Stabilisierung Malis.

Noch vor Beginn des Gipfels (1200 MESZ) der sogenannten G5-Sahel-Gruppe will sich Macron mit Malis Präsident Ibrahim Boubacar Keita treffen. Die G5 wurden 2014 ins Leben gerufen. Die Fläche der Staaten entspricht mit über 5 Millionen Quadratkilometern gut 14 Mal der Größe Deutschlands. Außer Mauretanien gehören einem UN-Index zufolge alle Mitglieder zu den 15 ärmsten Ländern der Welt.

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Informationen der Bundeswehr zur Beteiligung an der UN-Friedensmission in Mali (Minusma)

Ranking des UN-Entwicklungsindex' HDI

Hintergrund zur EU-Mission zur Schulung des malischen Militärs EUTN (Englisch)