Neue Details zum Bombenanschlag auf Borussia Dortmunds Mannschaftsbus bekannt

Rund 18.000 Seiten stark ist die Ermittlungsakte zum Anschlag auf den BVB-Bus mittlerweile. Einige Details daraus wurden veröffentlicht.

Der Anschlag auf den Mannschaftsbus Borussia Dortmunds vor dem Spiel in der Champions League gegen den AS Monaco liegt mehrere Monate zurück. Noch immer laufen die Ermittlungen, die nun einige neue Details zu Tage förderten.

Rund 18.000 Seiten wurden in den Ermittlungsakten inzwischen zusammengetragen. Sergej W., der mutmaßliche Täter, setzte angeblich etwa 25.000 Euro auf einen starken Kursverlust der BVB-Aktie und plante dafür, Menschen zu töten, genauer gesagt die Spieler Borussia Dortmunds. Der Anschlag schlug fehl, die selbstgebauten Sprengkörper verfehlten den Bus glücklicherweise.

Ermittler sollten in die Irre geführt werden

Die Ruhrnachrichten melden, W. habe das L‘Arrivée-Hotel am Tag des Anschlags nach Mitternacht verlassen und sei erst am frühen Morgen zurückgekehrt. Die Polizei geht davon aus, dass er in dieser Zeit die Bomben zusammensetzte, grün anmalte und in den Büschen neben der Straße versteckte.

Die Überreste seiner Bastelei habe er verbrannt und legte einige belgische Lebensmittelverpackungen hinzugelegt, die wohl den Verdacht eines islamistisch motivierten Anschlags verhärten sollten, nachdem er gefälschte Bekennerschreiben des Islamischen Staats neben den Bomben platziert hatte.

Transaktionen mit Hotel-IP

Während seiner Zeit im Hotel hatte Sergej W. offenbar vermehrt mit Zecken zu kämpfen, die auf dem Gelände sehr oft vorkommen, so der Bericht der Polizei. Dies sei ein Indiz für die Vorbereitungen des Anschlags im Umfeld es Hotels, wurde die rund ein Kilo schweren Bomben doch in Hecken platziert. 

Der ungewöhnlich hohe Geldeinsatz auf den Verlauf der BVB-Aktie brachte die Polizei ebenso auf die Spur des Verdächtigen wie die Tatsache, dass die Transaktionen im Internet mit der IP-Adresse des Internetanschlusses des Hotels getätigt wurden.