Neue Cyberangriffe auf Firmen — Virus „Petya“ lähmt Computer

 

Metro

Zahlreiche Unternehmen berichteten von massiven Computerproblemen durch Schadsoftware, zunächst vor allem in der Ukraine und Russland. Opfer waren etwa der größte russische Ölkonzern Rosneft, der internationale Flughafen der Ukraine und die weltgrößte Reederei A.P. Moller-Maersk mit Sitz in Dänemark. Ebenfalls betroffen waren die Deutsche Post und Metro, deren IT-Systeme in der Ukraine attackiert wurden.

Fachleute zogen Parallelen zu dem Angriff mit dem Schadprogramm „WannaCry“, der Mitte Mai rund um den Globus Computer lahmgelegt hatte. Dies hatte unter anderem in britischen Krankenhäusern und Arztpraxen zu erheblichen Behinderungen geführt. Das IT-Sicherheitsunternehmen Group IB mit Sitz in Moskau erklärte, wie damals hätten sich die Hacker eines Instruments bedient, das ursprünglich der

US-Geheimdienst

NSA entwickelt habe und diesem entwendet worden sei.

Nach Auskunft von Experten verschiedener Firmen handelt es sich nun um die Erpresser-Software „Petya“. Sie setze Computer außer Gefecht, indem sie deren Festplatten verschlüssele. Zugang erhielten die Geschädigten erst wieder nach Zahlung eines Lösegeldes. Das ukrainische Medienunternehmen Channel 24 gab bekannt, seine Rechner seien blockiert. Die Hacker verlangten 300 Dollar in der Cyberwährung Bitcoin.

„Das ist wie eine Wiederholung von WannaCry“, sagte Forschungsvorstand Mikko Hypponen von der IT-Sicherheitsfirma F-Secure. „Nichts hält Petya derzeit auf. Es könnte die USA ziemlich übel erwischen.“ Der US-Pharmariese Merck & Co berichtete, sein Computernetzwerk sei durch die weltweite Attacke beeinträchtigt worden.

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