Neue Beratungen über Zukunft der Raumstation ISS im neuen Jahr

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MOSKAU (dpa-AFX) - Über die Zukunft der Internationalen Raumstation ISS nach 2024 sollen im neuen Jahr Gespräche beginnen. Das teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos in Moskau der Deutschen Presse-Agentur mit. Darüber werde Russland mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa und anderen Partnern beraten. "Die Verlängerung der Betriebszeit hängt sowohl von technischen als auch von politischen Fragen ab, die mit den Partnern erörtert werden", hieß es. Diskutiert wird, ob die ISS bis 2028 oder 2030 im All bleibt.

Vize-Regierungschef Juri Borissow sagte dem Staatsfernsehen, dass er mit einer Entscheidung im ersten Quartal rechne. "Noch ist das Schicksal der ISS nicht entschieden."

Die Pläne für das milliardenschwere Projekt stehen zunächst bis 2024. Bei der Diskussion über eine Verlängerung geht es auch um die Frage, ob der technische Zustand und der Verschleiß eine Verlängerung überhaupt zulassen. Zuletzt geriet die Station wegen Luftlecks und technischer Probleme in die Schlagzeilen. Roskosmos zufolge wird der technische Zustand regelmäßig überwacht.

Am 20. November 1998 war das erste russische Modul "Sarja" (Morgenröte) ins All geschossen worden. Seither ist die ISS immer weiter gewachsen, inzwischen ist sie etwa so groß wie ein Fußballfeld und technisch vielfältig ausgerüstet. Im November 2000 hatte mit Bill Shepherd, Juri Gidsenko und Sergej Krikaljow die erste Langzeitbesatzung den Außenposten der Menschheit erreicht.