Neue Angriffe in Ostukraine - Kreml warnt vor weiteren Spannungen

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MOSKAU (dpa-AFX) - Nach dem Tod eines fünf Jahre alten Kindes im Konfliktgebiet Ostukraine warnt Russland vor einer Eskalation der Lage. "All das ist eine bittere Folge der ungelösten Situation, mehr noch, eine Folge der erhöhten Spannung an der Trennlinie (Front)", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. "Jedes Mal, wenn ein Mensch getötet wird, besonders wenn es ein Kind ist, ist es eine Tragödie." Die Ukraine und die prorussischen Separatisten hatten sich am Wochenende gegenseitig die Verantwortung für den Tod des Kindes zugeschoben.

Am Samstag war nach Darstellung der Separatisten bei der Ortschaft Olexandriwske im Donezker Gebiet ein Sprengsatz mit einer Drohne abgeworfen worden, der den Jungen getötet und seine über 60 Jahre alte Großmutter schwer verletzt habe. Örtlichen Medienberichten zufolge war das Kind jedoch durch die Explosion einer auf dem Grundstück gelegte Mine getötet worden.

Der Kreml warf der Regierung des Nachbarlandes einmal mehr vor, Vereinbarungen des Minsker Friedensabkommens von 2015 nicht umgesetzt zu haben. Der ukrainische Oberbefehlshaber Ruslan Chomtschak hatte vor gut einer Woche im Parlament in Kiew erklärt, Russland habe an der Grenze zur Ukraine massiv Truppen zusammengezogen.

Dazu sagte der Kreml: "Die russische Armee bewegt sich auf russischem Territorium in die Richtungen, die sie für richtig hält." Dabei gehe es allein darum, die Sicherheit des Landes zu gewährleisten.

Seit knapp sieben Jahren kontrollieren Separatisten Teile der Gebiete Donezk und Luhansk entlang der russischen Grenze. UN-Schätzungen zufolge sind seit 2014 mehr als 13 000 Menschen getötet worden. Trotz vereinbarter Waffenruhe wurden seit Jahresbeginn auf Regierungsseite mindestens 21 Soldaten getötet. Im gleichen Zeitraum sind Angaben der Separatisten zufolge etwa 23 Menschen getötet worden.