Neubau der LVR-Zentrale in Köln: Verband stellt Entwürfe im Landeshaus in Deutz aus

Die Anwohner wünschen noch Veränderungen am Gewinner-Entwurf.

Lob von allen Seiten gab es für den Architektur-Wettbewerb zum Neubau der Zentrale des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) am Ottoplatz und seine Preisträger. „Mit dem Neubaukomplex bringt sich der LVR aktiv in die städtebauliche Gestaltung von Deutz ein. Nie zuvor hat dieser Verband ein solch großes Objekt mit rund 1000 Arbeitsplätzen an so einer prägnanten Stelle geplant“, sagte Frank Boss.

Der Vorsitzende des Bau- und Vergabeausschusses der Landschaftsversammlung eröffnete am Freitag im Nordfoyer des LVR-Landeshauses am Kennedy-Ufer 2 eine Ausstellung mit allen Entwürfen des europaweit ausgeschriebenen Architekten-Wettbewerbs.

Jury wählte drei Preisträger aus

Unter allen 21 eingereichten und ausgestellten Vorschlägen hatte eine Jury drei Preisträger erwählt und fünf Anerkennungen ausgesprochen. Der Lohn waren Summen zwischen 26.000 und 95.000 Euro.

Bei der Vernissage drehte sich aber fast alles um den ersten Preisträger, das Aachener Architekturbüros „kadawittfeldarchitektur“ des aus Österreich stammenden Kilian Kada und seiner Partner Stefan Haass und Dirk Lange. Boss: „Die haben eine hervorragende Arbeit abgeliefert“. Anstelle des jetzigen turmartigen Klotzes soll das künftige Hochhaus über zwei versetzte Frontscheiben verfügen, damit es nicht so massig wirkt. „Das sieht elegant aus“, war man sich einig.

LVR hatte bei der Planung Belange der Anwohner berücksichtigt

„Die Frontseite mit dem rund 75 Meter langen Vorplatz zur Opladener Straße hin ist wirklich sehr gut gelungen“, sagten auch Friedhelm Grass und Lutz Matner von der IG Deutz. Der LVR hatte die Interessengemeinschaft bei mehreren Gesprächsrunden in die Planung einbezogen, um auch die Belange der Anwohner zu berücksichtigen.

Dies sei jedoch zur Neuhöfferstraße und zur Siegesstraße hin noch nicht so recht umgesetzt, bemängelte Grass. „Hier hoffen wir auf Veränderungen und stärkere Begrünung.“ So könnte der Gebäudeteil zur Siegesstraße hin flacher und im Gegenzug das Hochhaus etwas höher werden. „Auch die geplanten An- und Abfahrten über eine Tiefgarage zur Siegesstraße hin müssen überarbeitet werden“, sagte Matner. „So wie das im Moment aussieht, ist ein Verkehrskollaps programmiert.“

Modelle und Pläne, Zeichnungen und Animationen zum Neubau und seiner Umgebung können im LVR-Landeshaus bis zum 24. März begutachtet werden – jeweils werktags zwischen 9 und 19 Uhr....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta