Neubau in Berlin: "Palais Holler" bringt die Kaiserzeit zurück an den Kudamm

Ist das nun Retro oder nicht? Die Fassade des Palais Holler sticht unter den Häusern am Kurfürstendamm hervor

Überall in der City West lässt es sich beobachten: Die nach dem Krieg entstandenen Schlichtbauten rund um den Kurfürstendamm werden abgerissen. An ihrer Stelle entstehen hochwertige Neubauten, die die gründerzeitliche Pracht wieder aufleben lassen. Ganz besonders gilt das für das Haus, das am Kurfürstendamm 170 nahe dem Adenauerplatz kurz vor der Fertigstellung steht. Dort hatte bis 2014 das älteste Familienunternehmen am Kurfürstendamm, das Fotostudio Art & Photo Urbschat, in einem Büro- und Geschäftshaus aus den 1960er-Jahren seinen Sitz. Bis sich die Eigentümerin des Gebäudes, die Holler-Stiftung entschied, das marode Nachkriegshaus nicht zu sanieren, sondern abzureißen – und durch das "Palais Holler" zu ersetzen.

Bild Nr. 1:
Acht-Meter-Säulen aus Jura-Marmor: Architekt Tobias Nöfer Isabell Jürgens

Drei Jahre später stehen Lieferwagen und Lkw vor dem prächtigen, acht Meter hohen Portal zum Vorderhaus des Gebäudes, Bauarbeiter tragen Fensterelemente ins Innere, aus dem Haus dringt Baulärm, noch ist längst nicht alles fertig. Doch schon auf den ersten Blick fällt auf, dass hier mit aufwendigem Gebäudeschmuck nicht gespart wurde.

Über dem Eingangsportal in der Vollsteinfassade aus edlem fränkischem Jura-Marmor etwa windet sich ein von einem Steinmetz gefertigtes Akanthusfries, die Fassade ist mit geschwungenen Erkern und Balkonen gegliedert. Der Blick durch das Eingangsportal verrät, dass es im Inneren des Palais genauso prächtig weitergeht.

Acht Meter hohe Säulen aus Jura-Marmor, Kassettendecke, in das Foyer integrierte Steinbänke, der Fußboden aus hellem Terraz...

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