Nestlé kündigt Rückkauf eigener Aktien im Wert von 20 Milliarden Franken an

Wert der Aktien soll steigen

Nur kurz nach dem Einstieg des US-Großinvestors Dan Loeb, der von Nestlé höhere Gewinnmargen und einen Aktienrückkauf fordert, hat der Schweizer Lebensmittelriese reagiert: Nestlé kündigte am Dienstag den Rückkauf eigener Aktien in Höhe von 20 Milliarden Schweizer Franken (18,3 Milliarden Euro) an, wie das Unternehmen mitteilte. Zudem werde es seine Investitionen in stark wachsende Marken und Märkte verstärken. Ein Aktienrückkauf steigert in der Regel den Wert der Anteilsscheine.

Loebs Hedgefonds Third Point hat einen Anteil von 1,3 Prozent im Wert von etwa 3,1 Milliarden Euro am größten Nahrungsmittelkonzern der Welt gekauft. Loeb gehört zur Gruppe sogenannter aktivistischer Investoren, die aggressiv auf Veränderungen in den von ihnen anvisierten Unternehmen dringen, um die Gewinne für die Anleger zu steigern. Der Einstieg bei dem Schweizer Lebensmittelkonzern ist seine bislang größte Investition.

Nestlé teilte am Dienstag mit, der Aufsichtsrat habe nach einer Analyse der Kapitalstruktur grünes Licht für den Aktienrückkauf gegeben. Er schaffe die Möglichkeit, den Wert der Aktien für die Anteilseigner zu erhöhen. Diese Analyse habe Nestlé bereits zu Jahresbeginn gestartet, betonte das Unternehmen.

Die Umsatzzuwächse bei Nestlé waren im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken. Im Januar übernahm der aus Deutschland stammende ehemalige Fresenius-Chef Ulf Mark Schneider die Geschäftsführung.