Nest Secure: Sicherheitssystem für Zuhause vorgestellt

Thaddeus Herrmann
Nest Secure: Sicherheitssystem für Zuhause vorgestellt



Nest hat gestern auf einer Pressekonferrenz in San Francisco gleich mehrere neue Produkte vorgestellt und bietet so erstmals ein Sicherheitssystem für Zuhause aus einer Hand an. "Nest Secure" - so der Name des Systems – arbeitet mit den bereits existierenden Komponenten zusammen und soll in den USA bereits im kommenden November in unterschiedlichen Bundles erhältlich sein. In Europa will man 2018 mit dem Verkauf beginnen. Zu den Neuheiten gehören eine Videotürklingel, überarbeitete Sicherheitskameras für den Außen- und Innenbereich, eine Basisstation, in dem Alarm, Tastenfeld und Bewegungssensor integriert sind und das mit einer freundlichen Stimme zu seinen Nutzern spricht, ein Bewegungsmelder und ein NFC-Tag für den Schlüsselbund, mit dem das gesamte System aktiviert werden kann. Die Komponenten von "Nest Secure" im Überblick:

Nest Guard ist ein All-in-one-Basissystem, in dem Alarm, Tastenfeld und Bewegungssensor integriert sind und das mit einer freundlichen Stimme zu seinen Nutzern spricht.

Nest Detect enthält einen Sensor, der sowohl Bewegungen allgemein als auch Öffnungs- und Schließbewegungen erkennt – alles in Form eines kompakten, batteriebetriebenen Produkts. Bei der Platzierung an einem Fenster weiß Nest Detect, wann das Fenster geöffnet wird. Bei der Befestigung an einer Wand registriert das Gerät Bewegungen in einem Raum. An einer Tür wird beides registriert.

Nest Tag ist ein praktischer Schlüsselanhänger, mit dem Nest Secure ohne Sicherheitscode scharf bzw. unscharf geschaltet werden kann. Nest Tag-Geräte können einfach an Familienmitglieder und vertrauenswürdige Personen weitergegeben werden, z. B. denjenigen, der regelmäßig den Hund ausführt.




Die Basisstation - Nest Guard - muss mit dem Stromnetz verbunden sein, verfügt jedoch auch über eine Batterie für den Notfall. Über den integrierten NFC-Leser kann mit Hilfe des Nest Tag das System aktiviert oder deaktiviert werden. Die Kommunikation mit den Bewegungsmelder erfolgt über WiFi, Mobilfunk ist ebenfalls integriert, eine Option, deren Nutzung sich Nest mit 5 US-Dollar pro Monat bezahlen lässt. Nest Guard ist auch das Gerät, das im Zweifel den Alarm auslöst.

Gesteuert wird das ganze System wie gehabt über die Smartphone-App von Nest. Hier laufen alle Informationen zusammen und werden die Video-Feeds aggregiert. Egal, ob der der alten Kamera oder der neuen für den Außenbereich und der ebenfalls neuen Videotürklingel: "Nest Hello". Deren Videoaufnahmen werden im Seitenverhältnis von 4:3 angezeigt, über die App kann zusätzlich nach links und rechts geschwenkt werden, um einen besseren Einblick davon zu bekommen, was sich vor der Wohnungs- oder Haustür wirklich tut: toter Winkel, adé. Auch gut: Das System lässt sich so einstellen, dass man auch dann benachrichtigt wird, wenn sich jemand nur der Tür nähert, dabei aber gar nicht klingelt. So ist man beispielsweise über Paketzusteller informiert, mit denen man die Ablage vor der Haustür vereinbart hat.

Wenig zu berichten gibt es über die neue Außenkamera, die "Nest Cam IQ". Die Algorithmen, die Menschen und Gesichter erkennen, sind hinlänglich bekannt, die Kamera ist allerdings wasserdicht.



Die neue Kamera ist aber auch das erste Produkt unter den Neuheiten, das hierzulande erhältlich sein wird. Ab November ist die Nest Cam IQ zu haben, der Preis liegt bei 379 Euro. Das "Nest Secure"-System soll im kommenden Jahr in Europa verfügbar gemacht werden. In den USA lassen sich unterschiedliche Konfigurationen bereits vorbestellen, so bekommt man bereits einen Eindruck zu den Preisen, die Nest für die neuen Produkte aufruft.

Das Einstiegspaket mit einem Nest Guard-Gerät, zwei Nest Detect- und zwei Nest Tag-Geräten hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 499 Dollar, der Einzelpreis des Detect liegt bei 59, der eine tag bei 29 Dollar. Das Einsteigerpaket inklusive der Outdoor-Kamera wird für 600 Dollar angeboten.