Nerviges Verkehr-Chaos: Wie bekämpft man die täglichen Staus, Herr Professor?

Wolfgang Maennig fordert: „Lasst die Autofahrer für Spitzenzeiten bezahlen!“

Jeden Tag Stau auf den Autobahnen und auf den Zubringerstraßen in die City. Überfüllte Züge zu Stoßzeiten und weit und breit keine Parkplätze in Sicht. Gleichzeitig wächst die Zahl der Einwohner und die Zahl der in der Stadt zugelassenen Autos. Was dagegen tun? Der Platz ist knapp, weiterer Straßenausbau kaum möglich. Die MOPO sprach mit dem Verkehrswissenschaftler Professor Wolfgang Maennig von der Uni Hamburg.

MOPO: Herr Maennig, müssen wir jetzt einfach mehr im Stau stehen, oder gibt es schnelle Lösungen?

Wolfgang Maennig: Klar, man kann etwas tun, andere Städte haben es erfolgreich vorgemacht. In Berlin etwa hat der rot-rot-grüne Senat mehr oder weniger offen zugegeben, dass er gar nicht will, dass der Verkehr reibungslos fließt. Baustellen werden so gemanagt, dass die Leute endlich auf den ÖPNV umsteigen. Es wird auch bewusst auf die Grüne Welle verzichtet. Der Individualverkehr soll den Menschen so quasi ausgetrieben werden. Daher müssten wir zuvor klären: Was wollen denn der Hamburger Senat und seine Wähler überhaupt?

Aber es muss doch noch mehr geben, als den Menschen das Autofahren mieszumachen…

Ja, es gibt einiges. Wie wäre es mit der weltweit erprobten City-Maut? Sie könnte so ausgestaltet werden, dass sie die Verkehrsströme auch lenkt. Nicht sinnvoll ist es, von allen zu jeder Zeit etwa zwei Euro Maut zu kassieren. Dann fahren alle mehr oder weniger weiter wie...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo