Nepal verbietet Solo-Besteigungen des Mount Everest

Für die Besteigung der Himalaya-Gipfel gelten ab sofort neue Vorschriften. Medienberichten zufolge hat die Regierung von Nepal Solo-Besteigungen der Berge des Himalaya-Staates verboten. Dadurch sollen Unglücke und Todesfälle vermieden werden, heißt es seitens der Tourismusbehörde des Landes. Demnach darf von nepalesischer Seite her auch kein Bergsteiger mehr allein auf den Mount Everest. Der höchste Berg der Welt liegt auf der Grenze zwischen Nepal und dem von China verwalteten Tibet.

Die neuen Vorschriften besagen außerdem, dass ausländische Bergsteiger einen einheimischen Führer dabeihaben müssen. Damit sollen offenbar mehr Arbeitsmöglichkeiten für nepalesische Bergführer geschaffen werden. Zudem dürfen blinde und doppelt amputierte Bergsteiger Nepals Berge nicht mehr besteigen.

Der blinde österreichische Extremsportler Andy Holzer hatte den 8848 Meter hohen Gipfel des Mount Everest in diesem Jahr als zweiter Blinder bezwungen.

Insgesamt gab es in der diesjährigen Klettersaison am Everest mindestens neun Tote. Ende April kam der Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck in der Region ums Leben.