Neonazi-Festival in Thüringen: 6000 Besucher in Themar - 43 Strafanzeigen

Weniger Demonstranten als erwartet protestierten gegen die Veranstaltung.

Knapp 6.000 Anhänger der rechten Szene aus dem In- und Ausland haben das bundesweit wohl größte Neonazi-Konzert des Jahres im südthüringischen Themar besucht.

Der Zulauf zu den Gegenprotesten war am Samstag entgegen der Erwartungen verhalten. Statt der erwarteten 2.000 Menschen demonstrierten in der 3.000-Einwohner-Stadt mehrere Hundert geschlossen gegen Rechts. Neun Veranstaltungen waren im Vorfeld angemeldet worden. Die Polizei meldete am frühen Sonntagmorgen, all ihre Maßnahmen hätten sich gegen die Teilnehmer des „Rock gegen Überfremdung“-Konzerts gerichtet, gegen die Gegendemonstranten sei kein Eingreifen notwendig gewesen.

Das Sicherheitskonzept gegen das Festival sei voll aufgegangen, sagte der Sprecher der Landespolizeidirektion, Patrick Martin, während der Veranstaltung der Deutschen Presse-Agentur. Er sprach von einem schwierigen Einsatz für die Beamten.

So seien 43 Strafanzeigen unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Bedrohung, Körperverletzung und Verstößen gegen das Waffengesetz gestellt worden. Drei Menschen wurden in Gewahrsam genommen, von 440 weiteren wurde die Identität festgestellt. Die Abreise der Konzertbesucher nach Mitternacht verlief problemlos.

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