Negativzinsen: Weg ist die Freiheit des Sparers, lang lebe die Freiheit der Investoren!

·Lesedauer: 2 Min.
Dollarnoten gehen den Abfluss herunter Geld verlieren Aktien mit Verlust verkaufen

Negativzinsen haben die Freiheit des Sparers zerstört. Das ist ohne Zweifel nicht alleine meine Schlagzeile. Auch andere Medien haben in den letzten Tagen ähnlich getitelt. Eine Sichtweise, die ich grundsätzlich teile.

Ich meine, was bringt es effektiv, zu sparen, wenn Negativzinsen konsequent einen Teil deines Vermögensbauwerks zerstören. Mit der Freiheit ist es nicht mehr weit her, wenn konsequent oder zumindest ab einer bestimmten Vermögensgröße ein Teil deines Geldes absolut gesehen aufgezehrt wird. Der Sinn und Zweck des Sparens, selbst ambitionierte Ziele wie die finanzielle Freiheit sind gestört. Möglicherweise könnte der Konsum jetzt wichtiger sein. Zumindest effektiver, wenn wir im Wert des Geldes denken. Zumal auch die Inflation sich einen gewissen Teil holt.

Wenn Negativzinsen die Freiheit des Sparers beschränken, ist es an der Zeit, umzudenken. Lang lebe die Freiheit der Investoren! Wer jetzt ein bisschen um die Ecke denkt, der begreift die neue Realität des Vermögensaufbaus sogar als Chance, etwas Besseres als das bloße Sparen zu bekommen.

Negativzinsen: Freiheit & Sparen sind tot, hoch lebe Investieren!

Im Endeffekt ist es natürlich eine Bedrohung für viele Vermögen, wenn Negativzinsen das Sparen belasten. Noch immer sind Tages- und Festgeldkonten sehr beliebt. Absolut hat sich lange Zeit wenig verändert. Zumindest der absolute Wert blieb stabil.

Nun gibt es diesen Mix eben nicht mehr. Das könnte bedeuten, dass das Sparen zum Erreichen der Freiheit zwar nicht mehr attraktiv ist. Aber ein neues Sparen. Ein Sparen mit Rendite, das mehr erreichen könnte als das bloße, eigenständige Anhäufen von Vermögen.

Wer beispielsweise in Aktien oder ETFs investiert, der kann nicht nur einen Teil seines Einkommens in Vermögen umwandeln. Nein, sondern er erhält die Möglichkeit, eine Rendite auf das investierte Kapital zu bekommen. Es gibt natürlich Risiken wie beispielsweise eine nicht aufgehende Investitionsthese. Oder auch, dass der breite Markt korrigiert. Wer jedoch über Jahre und Jahrzehnte investiert bleibt und ein breites Portfolio anlegt, der maximiert sein Chance-Risiko-Verhältnis.

Ich persönlich glaube daher, dass die Negativzinsen eine Chance für viele Sparer sind. Eine Chance, sich endlich mit besseren Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Wenn wir ehrlich sind, lohnt das bloße Sparen seit etlichen Jahren nicht mehr. Rendite hat es kaum gegeben, die Zeit mit Zinsen ist ebenfalls vorbei. Wenn Banken und Geldinstitute durch solche Negativzinsen das Ersparte aktiv vermindern, sollte das einen Kick in eine andere Richtung geben.

Denke um!

Negativzinsen haben also eine neue Eskalationsstufe gebracht, die für immer mehr Menschen eine Realität sind. Anstatt jedoch den Kopf in den Sand zu stecken und einfach blindlings weiter zu sparen, ist für mich die Zeit gekommen, etwas Neues, Besseres auszuprobieren. Oder zu sagen: Freiheit mit Sparen ist vorüber, hoch lebe das Investieren!

Der Artikel Negativzinsen: Weg ist die Freiheit des Sparers, lang lebe die Freiheit der Investoren! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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