NBA erwägt Rückkehr nach Seattle

Kevin Durant begann seine Karriere in Seattle

Die NBA wird in nicht allzu ferner Zukunft wohl um weitere Mannschaften erweitert. "Es ist nur eine Frage der Zeit, ehe wir ernsthaft über Expansion nachdenken", sagte Liga-Chef Adam Silver The Players Tribune. Er wolle keinen genauen Zeitplan festlegen, ergänzte er, "aber es wird unvermeidlich sein, dass wir über Wachstum nachdenken".

Die NBA umfasst derzeit 30 "franchises" und befindet sich in einer Phase des Wachstums. Die vergangene Saison war die erste von insgesamt neun mit einem TV-Vertrag, der den Klubs Einnahmen von 24 Milliarden Dollar garantiert.

Die Finalserie zwischen den Golden State Warriors und den Cleveland Cavaliers (4:1) hatte die besten Einschaltquoten im Fernsehen seit 1998.

Seattle möglicher Kandidat

Silver nannte bereits Seattle als möglichen Kandidaten für eine Erweiterung, die Stadt stehe auf einer "Liste, die wir uns ansehen". Seattle hatte einst die SuperSonics, für die unter anderem Detlef Schrempf spielte, an Oklahoma City verloren. Dies gilt in der NBA nach wie vor als Sündenfall. Derzeit wird in Seattle bereits die Key Arena für 564 Millionen Dollar renoviert.

Aufnahmegebühr rund eine Milliarde Dollar

Experten schätzen, dass potenzielle neue Klub-Eigentümer eine "expansion fee", also die Gebühr für die Aufnahme in die NBA, in Höhe von einer Milliarde Dollar zahlen müssten.

Käme aus logistischen Gründen ein 32. Klub hinzu, erhielte demnach jeder der derzeit 30 Klub-Besitzer einen Anteil von 66 Millionen Dollar. Als Expansions-Kandidaten gelten neben Seattle noch Las Vegas, Louisville, Kansas City und Mexiko-Stadt.