Natur im Wandel: Wenn exotische Tiere in Berlin zu Besuch kommen

Die roten amerikanischen Sumpfkrebse sind los!

Im Berliner Tiergarten sind die Krebse los. Und das nicht etwa in den Tiergartengewässern. Nein, die Krustentiere, spazieren dort fröhlich auf Wiesen und umliegenden Radwegen und Straßen herum. Bei den wandernden Krebstieren handelt es sich jedoch nicht um eine heimische Art, sondern um eine Art mit Migrationshintergrund, nämlich um den Roten Amerikanischen Sumpfkrebs.

Die rund 15 Zentimeter großen Krebse, deren mächtige Scheren mit kurzen Dornen besetzt sind, sind eigentlich, wie ja schon ihr Name verrät, in Nordamerika zu Hause. Die Tiere sind aber dank ihrer prächtigen Färbung und ihrer Anspruchslosigkeit in der Haltung auch bei Aquarianern äußerst beliebt. Und die sind wahrscheinlich auch für die Existenz der Berliner Population verantwortlich. Experten vermuten nämlich, dass die Tiergartenkrebse auf Aussetzungen von Aquarianer zurückgehen, die der Krebstiere, aus welchen Gründen auch immer, überdrüssig geworden waren.

Die Sumpfkrebse haben, nach Ansicht der Experten, ihre angestammten Gewässer im Tiergarten nicht etwa deshalb verlassen, weil sie mit der dort herrschenden Wasserqualität nicht zufrieden waren. Wanderungen über Land sind bei Sumpfkrebsen eine bekannte Strategie, wenn es darum geht, neue Lebensräume zu besiedeln. Meist wird die "Wanderlust" der Tiere durch einen hohen Populationsdruck, sprich durch eine Überbevölkerung in ihren Wohngewässern ausgelöst.

Bild Nr. 1:
Die Roten Amerikanischen Sumpfrebse werden rund 15 Zentimeter groß Britta Pedersen / dpa

Bei Naturschützern sind sie nicht gerne gesehen: Die knallroten Krebse gehören nämlich zu den problematischen ...

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