Nationalmannschaft: Herthas Plattenhardt bringt sich in Position

Herthas Marvin Plattenhardt (Mitte) ist zur Stelle, wenn sich ihm eine Lücke bietet, nicht nur gegen Nordirland

Mainz.  Jens Lehmann, Deutschlands einstige Nummer eins im Tor und nun der Experte beim Kölner Privatsender RTL, ist fachlich nicht immer vollends auf Ballhöhe. Während seiner Ausführungen beim 3:1 der Nationalmannschaft in Belfast gegen Nordirland gab sich der gebürtige Essener sogar ziemlich ahnungslos.

Er erstaunte die Zuhörer mit einer exklusiven Information über Hertha-Profi Marvin Plattenhardt. Der habe gerade "ein schlechtes Erlebnis in Norwegen oder Schweden" gehabt, führte Lehmann aus. Nun fragte sich der fachkundige Fußballfan: Norwegen? Schweden? Vielleicht irgendwo, wo es kalt ist? Fakt ist: Plattenhardt stand in der Europa-League-Partie der Herthaner beim schwedischen Erstligisten Östersunds FK (0:1) eine Woche vor dem Länderspiel gar nicht im Kader, er hatte die Reise nach Schweden überhaupt nicht angetreten, sondern war in Berlin geblieben.

Lehmanns fachliches Eigentor ist selbstverständlich hochgradig peinlich, beweist aber auch, dass Plattenhardt mitunter noch sehr deutlich unter dem bundesweiten Radar fliegt. Das kann dem 25-Jährigen aber trefflich egal sein, schließlich gibt es entscheidendere Instanzen in Fußball-Deutschland.

Bundestrainer Löw lobt den Berliner

Joachim Löw zum Beispiel. "Marvin hat ein gutes Spiel gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit ihm", lobte der Bundestrainer den Herthaner nach dem Abpfiff. Plattenhardt hat gegen die Nordiren vielleicht nicht jene großen Glanzlichter gesetzt. Das konnte man auch nicht erwarten von ihm in seinem vierten Länderspiel....

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