Natalia Avelon: Nacktsein ist die "natürlichste und ehrlichste Form unseres Daseins"

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Auf dem aktuellen "Playboy"-Cover präsentiert sich Schauspielerin Natalia Avelon hüllenlos. Ihrer Meinung nach sollte Nacktheit kein Tabu sein. (Bild: Franziska Krug / Getty Images for UNO)
Auf dem aktuellen "Playboy"-Cover präsentiert sich Schauspielerin Natalia Avelon hüllenlos. Ihrer Meinung nach sollte Nacktheit kein Tabu sein. (Bild: Franziska Krug / Getty Images for UNO)

Die Schauspielerin und Musikerin prangert sexuelle Tabus und Doppelmoral an: Natalia Avelon ließ sich nackt für die Oktober-Ausgabe des "Playboy" ablichten und vertritt im Interview mit dem Männermagazin einen unmissverständlichen, feministischen Standpunkt.

Auch im Jahr 2021 herrschen nach Meinung von Natalia Avelon weiterhin sexuelle Tabus. Mit ihren Nacktfotos für die Oktober-Ausgabe des Männermagazins "Playboy" möchte die Schauspielerin und Musikerin ein Zeichen dagegen setzen und prangert zudem die Doppelmoral an, die dem Thema immer noch anhaftet. "Nacktheit ist für mich nichts Irritierendes, Perverses oder Einschüchterndes", stellt die 41-Jährige klar. "Ganz im Gegenteil. Es ist in meinen Augen die purste, natürlichste und ehrlichste Form unseres Daseins", so Avelon, die in Polen geboren wurde, im "Playboy"-Interview.

"Leider haben wir das Thema irgendwann tabuisiert und uns damit eine Distanz zum eigenen Körper geschaffen", sagt die Schauspielerin im Gespräch mit dem Männermagazin. "Vielleicht aus Angst davor, angreifbar und verletzlich zu sein", vermutet sie. Dabei hat Natalia Avelon eine klare Meinung dazu, wie eigentlich mit Sexualität umgegangen werden sollte: "Ob nackt oder zugeknöpft, das Wichtigste ist, dass jeder völlig autark das ausleben darf, was sie oder ihn glücklich macht, ohne sich den anderen gegenüber rechtfertigen zu müssen."

"Da vertrete ich konsequent das emanzipierte weibliche Geschlecht"

Die 41-Jährige ist der Meinung, das Recht sexueller Entfaltung werde auch heute noch Männern eher zugestanden als Frauen. Diesen Widerspruch hat Avelon als Grundsatzproblem ausgemacht: In dieser "Doppelmoral liegt meiner Meinung nach der Ursprung von Sexismus." Die Ungleichbehandlung hinsichtlich des Auslebens sexueller Wünsche sorgt bei der Schauspielerin für Wut: "Wenn Männer ihren eigenen Lebensstil bei Frauen nicht akzeptieren und plötzlich zu Pseudo-Moralaposteln werden. Das macht mich sauer!" Bei dieser Thematik vertritt sie einen unmissverständlichen, feministischen Standpunkt: "Das toleriere ich nicht, da vertrete ich konsequent das emanzipierte weibliche Geschlecht."

2007 verkörperte Natalia Avelon im Film "Das wilde Leben" Uschi Obermaier, eine Ikone der sexuellen Befreiung. Seitdem pflegen die beiden Frauen eine Freundschaft. Mit dem Covershooting für den "Playboy" tritt Avelon nun erneut in Obermaiers Fußstapfen. "Rückblickend muss ich sagen, dass mir die Arbeit an dem Film meine eigene Sexualität nähergebracht hat", so Natalia Avelon im "Playboy"-Interview. "Ich habe mich zum ersten Mal im Leben bewusst und ausführlich mit meinem Körper und mit mir als sexuellem Wesen auseinandergesetzt, bin dadurch viel selbstbewusster und noch entspannter geworden."

Obermaier bezeichnet sie als "im positiven Sinne, sehr animalisch". Sie würde sich lieben und wertschätzen und sei wie eine Katze: "Selbstbewusst und eigensinnig! Ein absolutes Vorbild für andere Frauen!", findet Avelon.

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