NASA alarmiert nach Beobachtungen in der Arktis

Eisbären in der Arktis müssen sich auf neue Lebensbedingungen einstellen. (Bild: Getty Images)

Normalerweise blickt die NASA tief in den Weltraum. Doch die Weltraumbehörde beobachtet auch die Vorgänge auf der Erde genauestens. Nun haben die Wissenschaftler der Behörde eine beunruhigende Entdeckung gemacht.

Das von der amerikanischen Weltraumbehörde NASA finanzierte „National Snow and Ice Data Center“ (NSIDC) zeichnet seit 39 Jahren per Satellit auf, wie sich der Wechsel der Jahreszeiten auf das Klima in der Arktis auswirkt. Eine aktuelle Datenerhebung hat nun ergeben, dass die Eisfläche am Nordpol im aktuellen Winter das Rekordtief aus dem Vorjahr nur geringfügig umgeht.

Das sogenannte „Meereis-Maximum“ betrug am 17. März 2018 eine Fläche von 14,48 Millionen Quadratkilometern und damit um 59.500 Quadratkilometer mehr als im Winter 2017. Die Eisfläche in der Arktis ist somit um etwas mehr als die Größe von Kroatien gewachsen. In der Zeit von Februar bis April gibt es in der Arktis jährlich die größte flächenmäßige Ausbreitung von Eis.

Die vergangenen drei Jahre wurde bei den Messungen stets ein Negativrekord verzeichnet. Nun gibt es zum ersten Mal eine Trendumkehr. Dennoch verheißen diese neuen Zahlen nichts Positives. Der Langzeit-Trend, den die US-Wissenschaftler errechnen, geht davon aus, dass die arktische Eisfläche in den kommenden Wintern weiterhin schrumpfen wird.

„Die arktische Eisfläche befindet sich nach wie vor in einem Abwärtstrend und das hat mit der anhaltenden Erwärmung der Arktis zu tun“, sagt Claire Parkinson, eine Klimatologin des NASA Goddard Space Flight Center. Noch in diesem Jahr will die NASA einen Satelliten aktivieren, welcher die Eisfläche in der Arktis nicht nur einmal pro Jahr, sondern fortlaufend Messungen unterzieht.