Nanu! Ivanka Trump will sich "aus der Politik heraushalten"

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Ivanka Trump ist nicht nur Beraterin ihres Vaters, sie hat sogar ein Büro im Weißen Haus. Umso überraschender kommt nun ihre neueste Aussage.

Es ist schon ein bemerkenswertes Konstrukt, das die Präsidentenfamilie Trump da pflegt: Papa Donald (71) ist als US-Präsident der "mächtigste Mann der Welt" - und lässt sich mit Vorliebe von Verwandten beraten. Von Schwiegersohn Jared Kushner (36) etwa. Und von Tochter Ivanka Trump (35, "Women Who Work") natürlich. Die trifft sich schon mal in Berlin mit Angela Merkel (62) und hat ein Büro im Weißen Haus. Und erklärt jetzt in Trumps Haus-Sender Fox News ziemlich überraschend: Mit Politik will sie gar nichts zu tun haben.

"Ich versuche mich aus der Politik herauszuhalten", erklärte Ivanka Trump am Montag in einem Gespräch in der Sendung mit dem bemerkenswerten Titel "Fox & Friends". "Ich will mich nicht als politische Fachfrau darstellen", sagte sie weiter. Eine Beraterin, die keine Lust auf Politik hat? Hat Ivanka Trump eine Art Rückzugserklärung abgegeben?

"Es gibt Felder, auf denen wir nicht einer Meinung sind"

Wohl kaum. Vielmehr pflegt die 35-Jährige offenbar eine etwas engere Definition des Begriffs "Politik". Sie scheint damit die Streits im Washingtoner Tagesgeschäft zu meinen. "Stattdessen fokussiere ich mich gerne auf Bereiche, in denen ich mich positiv einbringen kann", betonte sie. Konkret nannte sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Drogenpolitik und Unterstützung für US-Kriegsveteranen. In den Worten der Präsidententochter: "Ich bin lieber für etwas, als gegen etwas."

Einige Beobachter werden diese Klarstellung nicht gerne vernommen haben - gilt Ivanka Trump doch auch in Hollywood als eine Stimme der Vernunft im Weißen Haus. So hatte etwa Schauspielerin Debra Messing (48, "Will & Grace") Ivanka Trump erst im Mai aufgefordert, ihren Vater nicht länger "blind zu verteidigen", sondern "für ihre Sache einzustehen". Immerhin: Die Präsidententochter bekannte auch, dass sie mit Papa Donald nicht immer auf Linie ist. "Wir sind verschiedene Menschen, es gibt Felder auf denen wir nicht einer Meinung sind", sagte sie. "Er vertraut mir, dass ich mit meiner Sichtweise nicht hinter dem Berg halte."

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die Familienbande im Weißen Haus für Aufsehen sorgen. Mitte Mai hatte ein Twitter-User enthüllt, dass offenbar sogar Regierungsmitarbeiter unsicher in Bezug auf Ivanka Trumps Rolle in Washington sind - so hatte die Präsidententochter bei einer offiziellen Gesprächsrunde zum Thema Menschenhandel als einzige Teilnehmerin keine offizielle Funktion auf ihrem Namensschild vermerkt.

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