Kölner Gospelchor: „Light of Life“ ist im Namen des Herrn unterwegs

Der Gospelchor „Light of Life“ beeindruckt seit 16 Jahren bei Gottesdiensten.

Freude am Leben und Dankbarkeit für das, was Gott uns jeden Tag immer wieder neu schenkt. Das ist die Botschaft des Kölner Gospelchores "Light of Life", der seit 16 Jahren die Kölner Chorlandschaft stimmgewaltig und mit energiegeladenen und ansteckenden Rhythmen prägt. Bei ihren Auftritten im Rahmen von Gottesdiensten, Konzerten und Festivals versprühen die rund 50 Sängerinnen und Sänger um ihre quirlige Chorleiterin Angelika Rehaag Musik voller Lebensfreude. Wir sprachen mit der Vorsitzenden Beate Peter über den Chor, der sich 2001 durch eine Initiative des Evangelischen Stadtkirchenverbandes traf und seitdem gemeinsam musiziert.

Was ist das Besondere an Ihrem Chor?

Als Gospelchor haben wir uns mit Leib und Seele der Verbreitung der "Frohen Botschaft" verschrieben. Nichtsdestotrotz versammeln sich in unseren Reihen Menschen aller Konfessionen, Glaubens-, und Himmelsrichtungen. Unsere Chormitglieder kommen aus Köln, Aachen, Dormagen, Bergisch Gladbach und Hilden. Seit der Gründung vor 16 Jahren macht sich Chorleiterin Angelika Rehaag jeden Donnerstag auf den Weg von Krefeld nach Köln, um unserer liebenswert schrägen Schar mit viel Begeisterung und Durchsetzungsvermögen die richtigen Töne zu entlocken. Wir geben Benefizkonzerte deren Erlöse an bedürftige Menschen rund um den Erdball gehen, aber auch für Hilfsprojekte direkt vor unserer Haustür.

Wie groß ist das Repertoire?

Wir singen Contemporary Black Gospel (das ist der Oberbegriff schwarzer, zeitgenössischer, christlicher Musik) und ausgewählte Gospelmusik schwedischer Komponisten, das heißt aktuelle Stücke beispielsweise von Kurt Carr, Kirk Franklin, Joaquin Arenius, Hezekiah Walker oder Anna Weister Andersson. Ein Konzert umfasst dabei etwa zwölf bis 15 Stücke, die wir im Schlaf singen können. Das gesamte Repertoire ist wesentlich größer. Die meisten Lieder werden in englischer Sprache gesungen. Einige deutsche Songs sind auch dabei. Im letzten Jahr studierten wir zwei Stücke in madagassischer Sprache ein. Eine echte Herausforderung.

Welches Konzert gehört zu den Highlights der Chorgeschichte?

In den letzten Jahren haben wir einige außergewöhnliche Konzerte im Rahmen unseres gemeinsamen Schwesterchorprojekts "Gospel united" veranstaltet. Letztes Jahr sangen wir zusammen mit anderen Gospelchören, unter anderem mit dem Tana Gospel Choir aus Madagaskar. Vor kurzem gestalteten wir musikalisch den Eröffnungsgottesdienst beim internationalen Pferdesportturnier CHIO in Aachen mit. Eines unserer schönsten Konzerte in Köln fand vor einigen Jahren zur Weihnachtszeit in der Antoniterkirche statt. Der Innenraum war brechend voll. In den Gängen saßen Kinder auf dem Boden. Draußen im Open-Air-Café auf der weihnachtlich beleuchteten Schildergasse kuschelten sich die Leute andächtig in ihre Decken und lauschten der Musik. Das war eine tolle Stimmung.

An welche große Panne erinnern Sie sich?

Da wir im Namen des Herrn unterwegs sind, gibt es bei uns keine Pannen. Trotzdem hatte vor vielen Jahren eine komplette Stimme mal bei einem Konzert beschlossen, ihren Einsatz zu ignorieren, der so mit der Chorleiterin nicht abgesprochen war. Es gab einige erstaunte Blicke, einen kurzen Lacher und dann ging es weiter.

Vor welcher Herausforderung steht der Chor?

Für nächstes Jahr hatten wir eine USA-Reise nach Florida geplant, die wir gerade aus finanziellen, aber auch aus politischen Gründen vor uns herschieben. Das Ganze doch noch auf die Beine zu stellen, ist eine unserer größeren Aufgaben. Kleinere Herausforderungen liegen eher im Alltäglichen. Unsere rund sieben Auftritte pro Jahr müssen gut vorbereitet sein. Wichtig ist auch, den Chor bei der Probe nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag für die gemeinsame Sache zu motivieren, die gesangliche Qualität der inneren Begeisterung anzupassen und die Gemeinschaft - auch über das Singen hinaus - auf Chorwochenenden oder einfach bei einem gemütlichen Umtrunk nach der Probe immer wieder neu zu finden.

Wie würden Sie Köln in einem Lied besingen?

Oh leever Jott! Wir singen zwar Lobpreis, aber ja eher nicht so sehr auf Städte. Das überlassen wir lieber denen, die das seit Jahren so wunderbar praktizieren. Einer unserer Titel könnte es dennoch für alle Kölner auf den Punkt bringen: "No greater love!"

Der Chor, der Auftritt

Geprobt wird immer donnerstags zwischen 19 und 22 Uhr im Gemeinderaum der Johanneskirche, Nonnenwerthstraße 78, in Klettenberg. Das nächste Konzert findet am 24. November, 20 Uhr, in St. Karl Borromäus, Zülpicher Straße 275, in Sülz, statt. (meu)

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