Nahverkehr: S-Bahn-Oldtimer sollen noch bis 2030 fahren

Eine S-Bahn am Hackeschen Markt (Archivfoto)

Berlin wächst, doch die Berliner S-Bahn wächst bislang nicht mit. Im Gegenteil: Die Bahntochter schafft es seit Jahren nicht, die im Verkehrsvertrag mit den Ländern Berlin und Brandenburg zugesagten Leistungen zu erbringen. Hauptgrund dafür ist der Mangel an einsatzfähigen Fahrzeugen. Neue Züge sind zwar bestellt, doch diese werden erst ab 2021 in nennenswerter Zahl ausgeliefert. Zu einem Großteil sind sie auch nur als Ersatz für die älteren Wagen in der S-Bahn-Flotte vorgesehen. Damit es nicht zu noch größeren Engpässen kommt, will die S-Bahn Berlin GmbH ihre Oldtimer länger als bisher bekannt fahren lassen. S-Bahnchef Peter Buchner lässt prüfen, ob die Züge der Alt-Baureihe 480 bis 2030 im Einsatz bleiben können. Bislang war eine Ausmusterung dieser Züge bis spätestens 2023 vorgesehen.

Egal wie alt, Hauptsache, es kommt ein Zug

Der Berliner Fahrgastverband Igeb begrüßte die Initiative. "Wir haben im Nahverkehr einen wachsenden Bedarf, das ist jetzt endlich beim Senat und auch bei der S-Bahn angekommen.", sagte Igeb-Sprecher Jens Wieseke. Für viele Fahrgäste sei es egal, wie alt ein Zug ist. "Hauptsache, es kommt überhaupt einer." Wichtig sei aber, dass auch ältere S-Bahnen über eine moderne Fahrgastinformation verfügen.

Die Baureihe 480 war einst von AEG, Siemens und der Waggon-Union für die BVG entwickelt worden, die 1984 das West-Berliner Netz der S-Bahn von der Reichsbahn übernahm. 70 Doppelwagen, gebaut zwischen 1990 und 1994, sind noch im Einsatz. Eigentlich sollten diese...

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