Als erster Trainer: Nagelsmann leistet Spenden-Schwur

Julian Nagelsmann ist Chefcoach bei 1899 Hoffenheim

Trainer Julian Nagelsmann von 1899 Hoffenheim ist dem Beispiel einiger Top-Spieler gefolgt und der Initiative "Common Goal" beigetreten. Wie die Organisatoren auf ihrem Twitter-Account bekannt gaben, wird auch der Hoffenheim-Coach ein Prozent seines Gehalts für wohltätige Zwecke spenden.

"Ich habe schon häufig gesagt, dass man die Wucht des Fußballs nutzen sollte, um soziale Wirkung zu erzielen", sagte Nagelsmann der Süddeutschen Zeitung: "Seien wir ehrlich: Das eine Prozent ist für uns alle, die wir in dieser Branche sehr gut verdienen, kein Problem."

Damit ist Nagelsmann der erste Trainer, der die Aktion unterstützt. Vor einer knappen Woche war auch Nagelsmann Schützling Serge Gnabry der Initiative beigetreten. Aus der Bundesliga sind außerdem Weltmeister Mats Hummels von Bayern München und Ex-Nationalspieler Dennis Aogo vom VfB Stuttgart bei "Common Goal" mit dabei.


Der spanische Fußball-Profi Juan Mata von Manchester United hatte als erster prominenter Spieler die karitative Aktion unterstützt und im Kollegenkreis um Unterstützung geworben. Wenig später folgten Hummels und Italiens Nationalspieler Giorgio Chiellini von Juventus Turin Matas Beispiel. Außerdem engagieren sich die US-Nationalspielerinnen Alex Morgan und Megan Rapinoe bei "Common Goal".

Ins Leben gerufen hat die Kampagne die Nichtregierungsorganisation (NGO) "Streetfootballworld", welche bereits von der Bundesregierung und den Vereinten Nationen für ihre Arbeit ausgezeichnet wurde. "Common Goal" will zahlreiche prominente Fußball-Profis aus aller Welt davon überzeugen, mindestens ein Prozent ihres Gehalts für wohltätige Projekte zur Verfügung zu stellen. 

Hoffenheim-Coach will aktiv unterstützen

"Streetfootballworld" baut seit fünfzehn Jahren Fußballplätze in Krisengebieten und sozial schwächeren Regionen. In erster Linie geht es um Fußballprojekte für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Dabei unterstützt die NGO ihre Partner auch vor Ort.

Nagelsmann selbst wolle sich nun Möglichkeiten "in Europa oder Deutschland suchen, wo ich direkten Kontakt zu Menschen herstellen. So eine anonyme Ein-Prozent-Abgabe ist für Kinder schwierig zu begreifen, sie haben mehr davon, wenn da immer wieder mal der Bundesligatrainer vorbeikommt und eine Trainingseinheit leitet."