Nagelsmann: "Können Bayern wieder ärgern"

Julian Nagelsmann trifft mit der TSG Hoffenheim auf den FC Bayern

Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann rechnet sich vor dem Bundesliga-Topspiel des 3. Spieltags gegen den FC Bayern Chancen aus, den Überraschungscoup der Vorsaison zu wiederholen.

"Wir haben das letztes Jahr schon geschafft und ich denke, wir können das auch wieder schaffen. Wir können was holen" gab sich der TSG-Trainer auf der Pressekonferenz vor der Partie am Samstag (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) selbstbewusst.

Damals hatten die Kraichgauer in München ein 1:1 geholt und vor heimischer Kulisse mit 1:0 gewonnen. Im Vergleich zu den letzten beiden Duellen erwartet der 31-Jährige aber einen besser auf die TSG-Taktik vorbereiteten Rekordmeister: "Sie haben sich auf uns eingestellt. Wenn sie in Top-Form sind und einen Top-Tag haben, ist es schwierig, gegen sie zu gewinnen", so Nagelsmann.

Süles Entwicklung freut Nagelsmann

Warme Worte fand Nagelsmann für seine ehemaligen Schützlinge Sebastian Rudy und Niklas Süle, die am Samstag erstmals im Bayern-Trikot im Kraichgau auflaufen. "Einen Sahnetag brauchen sie jetzt nicht unbedingt gegen uns. Aber ich wünsche ihnen, dass sie ein gutes Spiel machen können."

Besonders Süles schnelle Akklimatisierung in München erfreut den jüngsten Coach der Bundesliga-Geschichte. "Ich hätte gedacht, dass er länger braucht. Aber das macht er sehr gut bei den Bayern. Er spielt solide seinen Stiefel runter und bringt Struktur rein", so Nagelsmann über den 21-Jährigen.

Gnabry fehlt, Trio fraglich

Selbst plagen den Coach vor dem Duell Personalsorgen.

Die Münchner Leihgabe Serge Gnabry und Stürmer Adam Szalai fallen aus. Hinter den Einsätzen der angeschlagenen Stammkräfte Kevin Vogt, Benjamin Hübner und Steven Zuber stehen Fragezeichen.

Dass er mit dem Löschen seiner Social-Media-Konten unter der Woche für Wirbel gesorgt hatte, kommentierte Nagelsmann mit Humor: "Für Social Media habe ich einfach keine Zeit. Aber ich habe nur die Konten gelöscht und nicht mich. Das habe ich ja auch in den Schlagzeilen gelesen. Also: Ich lebe noch."