Trainer-Coup! Nagelsmann übernimmt Leipzig

Kerry Hau, Ivo Hrstic, Sportinformationsdienst
Julian Nagelsmann geht in seine letzte Saison als Trainer von 1899 Hoffenheim

Trainer-Coup in der Bundesliga!

Julian Nagelsmann verlässt die TSG Hoffenheim nach dem Ende der kommenden Saison (2018/19) und wechselt zu Ligarivale RB Leipzig.

Das gaben beide Klubs am Donnerstagabend bekannt. Nagelsmann macht von der Ausstiegsklausel in seinem eigentlich bis zum Jahr 2021 laufenden Vertrag Gebrauch.

In Leipzig erhält der 30-Jährige einen Vierjahresvertrag bis 2023. Die Sachsen zahlen die fällige Ablösesumme von fünf Millionen Euro für ihren Wunschtrainer. 

Wer RB bis zu Nagelsmanns Ankunft übernimmt, ist nach SPORT1-Informationen weiterhin offen. Sportdirektor Ralf Rangnick als Interimscoach einzusetzen, ist eine von mehreren Varianten.

Nagelsmann setzt auf Ehrlichkeit

"Es war mir wichtig, früh für klare Verhältnisse zu sorgen", sagte Nagelsmann, der die Verantwortlichen der TSG am Mittwochabend über seine Entscheidung informiert hatte.

Mit seinem konsequenten Schritt wolle er verhindern, dass die gesamte Saison von immer neuen Gerüchten gestört werden. Nagelsmann will sich voll auf die erste Champions-League-Teilnahme mit den Kraichgauern fokussieren.

"Nun wissen alle, woran sie sind, und wir können uns professionell auf die anstehenden, schweren Aufgaben konzentrieren", betonte Nagelsmann. "In der Branche wird immer Ehrlichkeit verlangt. Die haben wir bewiesen und ich erwarte, dass dies auch respektiert wird."

Seit neun Jahren Trainer bei Hoffenheim

Jeder wisse, "dass ich bis zur letzten Stunde meines Engagements für die TSG brenne und alles dafür tun werde, unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen."

Nagelsmann ist seit neun Jahren als Trainer bei der TSG aktiv.

Zwischen 2008 und 2015 arbeitete er im Nachwuchsleistungszentrum, ehe er im Februar 2015 als Nachfolger des erkrankten Huub Stevens die damals akut vom Abstieg bedrohte Profimannschaft übernahm. Mit ihr schaffte er prompt den Klassenerhalt. 

In der Saison darauf führte der jüngste Trainer der Bundesliga-Historie die TSG auf Platz vier und damit zur ersten Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb (Champions-League-Playoffs/Europa League).

In der abgelaufenen Saison wurde dieses Ergebnis noch übertroffen: Der dritte Tabellenplatz bedeutete die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Königsklasse.

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