Naga überrascht mit guten Zahlen – und verzehnfacht seinen Börsenwert

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Naga-CEO Benjamin Bilski verspricht auch in diesem Jahr ein starkes Wachstum
Naga-CEO Benjamin Bilski verspricht auch in diesem Jahr ein starkes Wachstum

Die Naga Group aus Hamburg wird an der Frankfurter Börse derzeit mit rund 250 Millionen Euro bewertet. Damit ist das Fintech etwa zehn mal so wertvoll wie noch Anfang 2020, schreibt der Branchen-Newsletter Finanz Szene.

Der Grund sind die vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2020. Naga weist dort einen Konzernumsatz von rund 26 Millionen Euro aus. Das ist eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr. Das Ebitda liegt bei 6,6 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es Minus 9,2 Millionen. In diesem Jahr peilen die Hamburger eine Verdopplung des Wachstums an.

Bereits im Januar hatte Naga vorläufige Zahlen für das Jahr 2020 herausgegen. Die neuen Werte liegen dabei nur leicht über den alten. Für die Verzögerung der Veröffentlichung der Geschäftszahlen macht das Fintech Corona verantwortlich. Das Startup arbeitet unter anderem von Hamburg aus, die Muttergesellschaft sitzt aber in Zypern, das Urlaubsgebiet wird vom Auswärtigen Amt immer wieder als Risikogebiet eingestuft.

Naga bietet Social Trading und bald Mobile Payment

Naga machte 2017 mit einem dubiosen ICO von sich Reden. Inzwischen agiert das Fintech von Gründer und Ex-Profischwimmer Benjamin Bilski vor allem als Social-Trading-Plattform. Händler können dabei anderen Tradern folgen und deren Finanzstrategie kopieren. Die Macher verweisen auf über eine Millionen Nutzer. Vorbild ist das unter anderem in London ansässige Finanzunternehmen Etoro.

Neben Aktien können die Börsenhändler auch mit Kryptowährungen wie Bitcoin traden. Zudem bietet das Fintech Kapitalanlagen und eine physische Mastercard. Im dritten Quartal plant das Unternehmen die Bezahl-App Naga Pay zu veröffentlichen – ein Angriff auf Branchengrößen wie N26.

Das Geld für diese Pläne kommt unter anderem aus der vergangenen Finanzierungsrunde. Im März schloss Naga einen Rahmenvertrag über bis zu 25 Millionen Euro mit dem US-Fonds Yorkville Advisors ab.

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