Nachwuchssportler: Mit Heavy Metal kämpft Wolff gegen sich selbst

Enorme Physis und große Bereitschaft, sich zu quälen: Moritz Wolff ähnelt seinem großen Vorbild, dem zweimaligen Olympiasieger Karl Schulze

Berlin.  Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel: So haben es Ruderer am liebsten. Moritz Wolff fühlt sich jedoch auch an Land pudelwohl. Der 17-Jährige ist Vizeweltmeister auf dem Ergometer und Weltrekordhalter in seiner Altersklasse über 2000 Meter und 6000 Meter im Trockenrudern. Die Rudermaschine beherrscht er ebenso wie das Boot. Als Nachwuchssportler des Monats Juli wurde er aber wegen eines Erfolgs auf dem Wasser ausgezeichnet: Bei der EM der Junioren in Krefeld holte Wolff kürzlich die Goldmedaille im Einer – gegen zumeist ältere Konkurrenz. Anfang August reist der Berliner zur WM nach Litauen. Das Ziel dort ist klar: "Natürlich will ich jetzt auch Weltmeister werden."

Als Kind wollte er in die Formel1

Als Kind wollte Moritz Formel-1-Fahrer werden. Weil man dafür allerdings Englisch sprechen muss, was er damals noch nicht beherrschte, verabschiedete er sich früh von seinem Motorsporttraum. Stattdessen ging er zum Fußball. Erst 2014 wechselte er zum Rudern – sein ehemaliger Horterzieher unterrichtete die Sportart an seiner Schule. Gleich im ersten Wettkampfrennen beim Landesentscheid gab es im Doppelzweier den ersten Sieg. Im vergangenen Jahr wurde er deutscher B-Jugendmeister im Einer und Doppelzweier zusammen mit Alexander Finger – anschließend war er im August 2016 erstmals zum Nachwuchssportler des Monats gewählt worden. Dass er so schnell so gut geworden ist, mache ihn stolz: "Es zeigt, dass der Wechsel zum Rudern die richtige Entscheidung gewesen ist. Rudern ist der perfekt...

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